Aromen: Weit weg vom Apfel

Fruchtsaftgetränke enthalten oft andere Geschmacksstoffe als Saft.

Natürliches Apfelaroma: In einen Apfelsaft darf kein anderes Aroma. Es besteht nur aus Aromastoffen vom Apfel. Wird Saft direkt gepresst, bleiben diese Verbindungen natürlich erhalten. Dampft man den Saft zu Konzentrat ein, entweichen sie. Die flüchtigen Aromastoffe müssen aufgefangen und bei der Rückverdünnung zugesetzt werden.

Natürliches Aroma: Es muss nicht zwingend von einer bestimmten Frucht wie dem Apfel stammen. Natürliches Aroma kann auch aus anderen „natürlichen“ Quellen gewonnen werden. Dabei kommt so ziemlich alles aus dem Pflanzen- und Tierreich infrage – zum Beispiel auch Fuselöle. Allerdings müssen die Ausgangsstoffe durch Zubereitungsverfahren wie Trocknen, Rösten oder Fermentieren für den Menschen genießbar werden. Auch eine biosynthetische Herstellung mit Mikroorganismen oder Enzymen ist erlaubt. Natürliche Aromen sind preiswerter als die aus der Frucht. Sie riechen und schmecken oft sehr intensiv.

Fremdaroma: Darunter versteht man jedes Aroma, das nicht aus der verwendeten Frucht stammt.

Naturidentisches Aroma: Es kommt aus dem Labor und ist nach einem natürlichen Vorbild zusammengebaut. Auf dem Etikett steht etwa: „Typ Apfel“. Naturidentisches Aroma ist viel billiger als natürliches.

Künstliches Aroma: Es ist eine Erfindung aus dem Labor und hat keine chemische Entsprechung in der Natur. In Deutschland sind nur wenige künstliche Aromastoffe zugelassen, zum Beispiel Ethylvanillin. Es erinnert zwar an natürliche Vanille, riecht und schmeckt aber intensiver und nicht so fein.

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