Apfelessig Eine saure Übertreibung

Die Werbung preist das alte Hausmittel Apfelessig als modernes Wunderwässerchen: Wer sich täglich ein paar Esslöffel pur, mit Wasser oder Honig genehmigt, dürfe hoffen, dass Pfunde verschwinden, Zellen langsamer altern, die Verdauung klappt. Äußerlich angewendet, soll der Essig die Haut von Pickeln befreien, Beine von Krampfadern und Füße von Pilzen. Doch so vollmundig die Versprechen, so dünn sind die wissenschaftlichen Belege für die speziellen gesundheitsfördernden Effekte des Essigs aus Apfelwein. Die Konzentration wirksamer Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundärer Pflanzenstoffe ist im Naturprodukt Apfel jedenfalls deutlich höher. Fühlten sich Menschen dank des sauren Trunks wohler, sei das ein rein psychologischer Effekt, meint denn auch der Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft. Sicher ist nur: Apfelessig kann bei Menschen mit wenig Magensäure Völlegefühle nach dem Essen mildern. Und auf der Haut wirkt er antibakteriell. Wie jeder andere Essig auch.

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