Apfelessig Eine saure Übertreibung

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Die Werbung preist das alte Hausmittel Apfelessig als modernes Wunderwässerchen: Wer sich täglich ein paar Esslöffel pur, mit Wasser oder Honig genehmigt, dürfe hoffen, dass Pfunde verschwinden, Zellen langsamer altern, die Verdauung klappt. Äußerlich angewendet, soll der Essig die Haut von Pickeln befreien, Beine von Krampfadern und Füße von Pilzen. Doch so vollmundig die Versprechen, so dünn sind die wissenschaftlichen Belege für die speziellen gesundheitsfördernden Effekte des Essigs aus Apfelwein. Die Konzentration wirksamer Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundärer Pflanzenstoffe ist im Naturprodukt Apfel jedenfalls deutlich höher. Fühlten sich Menschen dank des sauren Trunks wohler, sei das ein rein psychologischer Effekt, meint denn auch der Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft. Sicher ist nur: Apfelessig kann bei Menschen mit wenig Magensäure Völlegefühle nach dem Essen mildern. Und auf der Haut wirkt er antibakteriell. Wie jeder andere Essig auch.

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Thomas_Hamburg am 21.11.2019 um 15:31 Uhr
Apfelessig hat mir geholfen

bei mir wurde vor 25 Jahren ein Seborrhoisches Ekzem bzw. Seborrhoische Dermatitis (Rücken, Stirn, Kopfhaut, Gesicht) festgestellt.
Das war schon ziemlich lässtig und ich habe in den letzten 20 alles mögliche ausprobiert, lediglich kortisonhaltige cremes haben kurzzeitig weitergeholfen.
Im Internet habe ich vor ca. 6 Monaten den Tipp gelesen, täglich (Bio!)-Apfelessig auf die entzündeten Stellen zu streichen (Mischung 1:5), es hat dann ca. 1 Woche gedauert und das Seborrhoisches Ekzem war komplett verschwunden, seit dem bin ich beschwerdefrei. Kein Arzt wollte mein Selbstversuch positiv bestätigen, im Gegenteil, bei meinem letzten Arztbesuch habe ich vorsorglich wieder eine kortisonhaltige creme verschrieben bekommen, da die Wirkung von Apfelessig nicht wissenschaftlich bewiesen ist.

Thomas_Hamburg am 21.11.2019 um 15:29 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.