Anzahlung bei Pauschalr­eisen Meldung

Reise­ver­anstalter dürfen nicht verlangen, dass Kunden 40 Prozent des Reise­preises anzahlen müssen. Das benach­teilige Kunden unan­gemessen, entschied das Ober­landes­gericht Dresden (Az. 8 U 1900/11). Anzah­lungen um die 20 Prozent sehen die Richter als vertret­bar an. Dies gelte auch für Reisen, die in Form des „Dynamic Packaging“ angeboten werden. Deren Preise werden im Gegen­satz zu Katalogofferten erst zum Zeit­punkt der Anfrage ermittelt.

Die Richter bean­standeten eine weitere Klausel im Klein­gedruckten des Veranstalters: Kunden sollten den Rest­betrag bereits 45 Tage vor Reiseantritt über­weisen. Das ist zu früh. Auch die Rege­lungen zu den Stornosätzen des Reise­ver­anstalters stuft das Urteil als unwirk­sam ein: Wer bis zu 30 Tage vor Reiseantritt zurück­tritt, sollte mindestens 40 Prozent des Reise­preises zahlen. Dieser Satz sei deutlich über­höht, urteilen die Richter.

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