Ein Rechtstreit im Urlaubsland kann auch dann teuer werden, wenn man ihn gewinnt. Denn in vielen europäischen Ländern muss der Unterlegene nicht – wie bei uns ­– neben den eigenen Anwalts- und Gerichtskosten auch die des Siegers zahlen. Dort zahlen die Parteien zumindest ihre außergerichtlichen Anwaltskosten oft selbst.

Laut ADAC gilt das zum Beispiel für Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien und Kroatien. In England, Irland, Schweden, Dänemark, Griechenland, Ungarn und der Schweiz beteiligt sich der Verlierer bestenfall gering an den Kosten des Siegers. Auch vor ­Gericht zahlen die Parteien unabhängig vom Prozessausgang ihre Anwaltskosten oft selbst.

„Außerdem sind die Anwaltskosten bei unseren europäischen Nachbarn oft höher als hierzulande“, berichtet Michael Nissen, Auslandsjurist beim ADAC. Das gelte besonders für England und die Schweiz.

Tipp: Risikolos streiten kann nur, wer eine Rechtsschutzversicherung hat. Denn die deckt auch Rechtsstreits im Urlaub.

Dieser Artikel ist hilfreich. 525 Nutzer finden das hilfreich.