Anwälte dürfen mit ihren Mandanten zwar höhere Pauschalhonorare vereinbaren, als die Gebührenordnung vorschreibt. Überhöhte Pauschalen sind jedoch unwirksam, urteilte der Bundesge- richtshof (Az. IX ZR 121/99).

Eine Anwaltskanzlei hatte für die Beratung bei einem Immobilienverkauf pauschal 228.000 Mark kassiert. Nach der Gebührenordnung wären aber nur knapp 41.400 Mark fällig gewesen.

Sittenwidrig, so die Richer. Zwar dürfe bei kleinen Streitwerten auch das Mehrfache der gesetzlichen Gebühren als Honorar gefordert werden. Bei dem Millionendeal hätten die üblichen Gebühren aber genügt. Der unerfahrene Mandant sei so übertölpelt worden.

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