Anwaltshonorar Meldung

„Sie zahlen nur, wenn Sie gewinnen“. So ein Erfolgshonorar ist bald erlaubt.

Spätestens ab Juli 2008 dürfen Rechtsuchende mit ihrem Anwalt in bestimmten Fällen eine erfolgsabhängige Vergütung vereinbaren. Sie können dann verabreden, dass der Anwalt ein zuvor vereinbartes Honorar nur bekommt, wenn er gewinnt.

Der Betrag kann sich auch an der Summe orientieren, die der Mandant aufgrund des gewonnenen Prozesses bekommt.

Bislang war so etwas streng verboten. Doch das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot für verfassungswidrig erklärt. Nun muss der Gesetzgeber bis Mitte 2008 eine Regelung finden.

Es zeichnet sich ab, dass Anwalt und Mandant ein Erfolgshonorar zukünftig nur vereinbaren dürfen, wenn der Mandant sonst auf die Durchsetzung seiner Rechte verzichten müsste, etwa weil er keinen Anspruch auf Prozesskostenhilfe und trotzdem nicht genug Geld für den Rechtsstreit hat. Völlig ohne Kostenrisiken können Rechtsuchende aber auch dann nicht vor Gericht ziehen. Wer dort verliert, muss meist die Gerichtskosten und den Anwalt der Gegenseite zahlen. Der eigene Anwalt wird diese Kosten im Rahmen der Honorarvereinbarung auch zukünftig nicht übernehmen dürfen.

Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Anwalt ein Erfolgshonorar vereinbaren, dürfte es leicht sein, für die verbliebenen Kostenrisiken einen gewerblichen Prozessfinanzierer zu finden. Informationen dazu finden Sie auf unserer Webseite unter dem Suchwort „Prozessfinanzierer“.

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