Mandanten dürfen von ihrem Anwalt umfassende Beratung erwarten. Deshalb muss er sich mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung auskennen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) verur­teilte einen Anwalt zu Schadenersatz, der einer Mandantin ein Vorgehen empfohlen hatte, das kaum Erfolgschancen hatte (Az. IX ZR 54/02). Prompt unterlag die Mandantin im Prozess und verlangte vom Anwalt Schadenersatz. Sie bekam Recht. Der BGH kreidete dem Rechtsanwalt an, dass die Erfolglosigkeit seiner Strategie vorhersehbar war. Er hätte das aus mehreren BGH-Urteilen erkennen können.

Tipp: Mandanten, die einen Anwaltsfehler vermuten, sollten sich wiederum von einem Anwalt beraten lassen, auch wenn ihr Vertrauen in Anwälte erschüttert ist. Die örtlichen Anwaltskammern nennen Experten. Fragen Sie nach einem Juristen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt „anwaltliches Berufsrecht“.

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