Shampoo gegen Schuppen Test

Wenn ständig feine Schuppen vom Kopf rieseln, ist das lästig. Ein unlös­bares Problem ist es aber nicht, wie unser Test zeigt. Wir haben elf Anti-Schuppen-Shampoos unter die Lupe genommen – Discounter- und Markenware, darunter auch einmal Naturkosmetik (Preise: 0,17 bis 2,78 Euro pro 100 Milliliter). Fazit: Die meisten Shampoos wirken gut gegen Schuppen und pflegen zugleich das Haar. Erfreulich: Auch preisgüns­tige Discounter­produkte über­zeugen.

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TestShampoo gegen Schuppen05.10.2017
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Über 200 Test­personen haben sich für uns die Haare gewaschen

Die wichtigste Frage in unserem Test lautete: Wie gut wirken die Shampoos gegen Kopf­hautschuppen? Um das heraus­zufinden, haben sich mehr als 200 Männer und Frauen, die unter Schuppen leiden, vier Wochen lang für uns die Haare gewaschen und ihre Kopf­haut mehr­fach von einer Expertin kontrollieren lassen. Zudem wollten wir wissen, wie die Shampoos das Haar pflegen. Glänzt es nach dem Waschen? Ist es geschmeidig und lässt sich leicht kämmen? Eine Friseurin hat das an weiteren 20 Probanden pro Produkt geprüft. Dazu kam der Test mit einer speziellen Kämm­maschine.

Das bietet unser Test von Anti-Schuppen-Shampoos

Test­ergeb­nisse. Unsere Test­tabelle zeigt die Prüf­ergeb­nisse für elf Shampoos, die laut Anbieter gegen Schuppen helfen sollen. Bewertet haben wir neben der Anti-Schuppen-Wirkung auch die Pflege­wirkung und die Anwendung (Verteilen, Schaum, Auswaschen) sowie Deklaration und Verpackung. Ein Shampoo schneidet insgesamt sehr gut ab, sieben sind gut, zwei befriedigend und eines nur ausreichend.

Interview. Die renommierte Dermatologin Annika Vogt erläutert, wie Schuppen entstehen, warum sie nicht anste­ckend sind – und wie man sie in den Griff bekommt.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 10/2017.

Sehr gut: Ein Discounter-Produkt schafft es an die Spitze

Das Ergebnis ist erfreulich. Lästiges Rieseln können Verbraucher gut behandeln, auch für wenig Geld. An der Tabellenspitze steht ein Anti-Schuppen-Shampoo vom Discounter. Es schneidet als einziges im Test insgesamt sehr gut ab. Mit umge­rechnet 50 Cent pro 100 Milliliter ist es zudem vergleichs­weise preisgünstig. Das von uns geprüfte Shampoo des Markt­führers Head & Shoulders landet im Mittel­feld. Mit 1,02 Euro pro 100 Milliliter ist es etwa doppelt so teuer wie der Spitzenreiter.

Ausreichend: Naturkosmetik-Produkt über­zeugt am wenigsten

Insgesamt ausreichend und damit Schluss­licht ist das einzige Naturkosmetikum im Test. Im Vergleich mit einem Naturkosmetik­produkt aus einem früheren Test schneidet es zwar ordentlich ab – immerhin wirkt es gegen Schuppen. Bei der Pflege bleiben aber Wünsche offen.

Antimykotika bekämpfen Mikro­organismen auf der Kopf­haut

Wie aber wirken die Shampoos eigentlich gegen Schuppen? Sie enthalten Antimykotika – das sind Wirk­stoffe, die bestimmte Mikro­organismen auf der Kopf­haut bekämpfen, wie etwa die Hefe Malassezia furfur. „Deren Stoff­wechsel­produkte reizen die Haut und rufen Entzündungen hervor. Die Folgen sind Schuppen, manchmal auch Rötungen und Juck­reiz“, sagt Dr. Annika Vogt, Dermatologin am Haar­kompetenzzentrum der Berliner Charité.

Naturkosmetik als Alternative? Jein

In den von uns getesteten Shampoos sind häufig die Stoffe Piroctone-Olamine und Zink-Pyrithione enthalten, teils kombiniert mit anderen Wirk­stoffen. Sie gelten als sicher und sind laut EU-Kosmetik­ver­ordnung zugelassen. Zertifizierte Naturkosmetik­hersteller verzichten auf synthetisch hergestellte Antimykotika. Sie setzen auf natürliche Substanzen – etwa bestimmte pflanzliche Auszüge. In unserem Test sogar mit Erfolg: Das Naturkosmetik­produkt reduziert Schuppen immerhin befriedigend. Im Kampf gegen das Rieseln bietet es Anhängern natürlicher Kosmetika also durch­aus eine Alternative. Wegen der schlechten Pflege­wirkung ist die Gesamt­note aber nur ausreichend.

Weniger glattes Haar lässt sich schlechter kämmen

Als die Friseurin ins Haar der Probanden greift und einzelne Strähnen durch die Fingerspitzen gleiten lässt, ist sie mit zwei Shampoos unzufrieden. Es sind das Naturkosmetik­produkt und das Shampoo einer Drogeriemarkt­kette. Die Messungen in der Zugprüfungs­maschine bestätigen das Urteil der Expertin. Um die Test­strähnen zu kämmen, die mit diesen beiden Shampoos gewaschen wurden, braucht die Maschine deutlich mehr Kraft als bei jenen, die mit den Konkurrenz­produkten behandelt wurden. Den Shampoos gelingt es offensicht­lich nicht, die äußere Schicht der Haare zu glätten. Das erhöht den Widerstand beim Kämmen.

Ohne Silikone geht es auch

Beide Produkte enthalten keine Silikone. Diese Stoffe glätten die Haar­oberfläche, machen die Mähne geschmeidig und leicht kämm­bar. Bei Umwelt­schützern und vielen Verbrauchern stehen sie aber in der Kritik, weil sie biologisch schwer abbaubar und ihre Auswirkungen auf die Umwelt noch ungeklärt sind. Nur ein Shampoo im Test schafft den Drei­klang: gute Anti-Schuppen-Wirkung plus gute Pflege ohne Silikone.

Wirk­stoffe nicht wieder wegspülen

Langes oder strapaziertes Haar braucht besonders intensive Pflege. Optimal für Schuppen­geplagte ist es, wenn schon das Shampoo gute Arbeit leistet. Denn: Die Wirk­stoffe müssen bei der Wäsche auf die Kopf­haut gelangen. Sie sollten mit zusätzlichen Pfle­gepro­dukten nicht gleich wieder weggespült werden. Wer auf Kur und Spülung nicht verzichten will, sollte diese nur in die Längen geben. Eine Alternative sind sogenannte Leave-on-Produkte, die Nutzer ins Haar sprühen oder einmassieren und nicht wieder ausspülen. Auch Dermatologin Vogt rät zur Zurück­haltung: „Weniger ist mehr, wenn es um die Anzahl der Pfle­gepro­dukte geht.“

Wie Sie Schuppen loswerden

Sorgfältig einmassieren. Die Wirk­stoffe in Anti-Schuppen-Shampoos müssen die Kopf­haut erreichen. Shampoo vor dem Ausspülen etwa eine Minute einwirken lassen.

Bewusst pflegen. Conditioner und Kuren nicht auf der Kopf­haut anwenden – sie waschen die Anti-Schuppen-Wirk­stoffe wieder aus. Besser ist es, die Pflege nur in die Längen und Spitzen zu geben.

Nicht über­hitzen. Warm, aber nicht heiß gilt beim Waschen und Fönen. Hitze stresst und kann trockene Kopf­haut zusätzlich belasten.

Atmen lassen. Schuppen nicht unter Hut oder Mütze verstecken. Besser für die Kopf­haut sind viel frische Luft und etwas Sonnenlicht.

Genau hinsehen. Reste von Styling­produkten können wie Schuppen wirken. Gel, Wachs und Co daher stets gründlich auswaschen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 27. September 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 9/2007.

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