Antihistaminika Meldung

Das Berliner „arznei-telegramm“ berichtet in seinem Meldesystem für Arzneimittel-Nebenwirkungen von Hautreaktionen unter Sonneneinfluss nach Einnahme des Antihistaminikums Loratadin. Eine 22-jährige Studentin, die es gegen Heuschnupfen genommen hatte, klagte über auffallend starke Erythembildung im Gesicht, an Hals und Brust. Sie hatte einige Tage Loratadin genommen (Lisino und andere, siehe test 3/06: Mittel gegen Allergien). Nachdem sie es absetzte und die Sonne mied, bildeten sich die Hauterscheinungen innerhalb von zwei Tagen zurück. Im Zusammenhang mit dem ebenfalls gegen Heuschnupfen angewendeten Mittel Cetirizin hatte das arznei-telegramm bereits über einen ähnlichen Verdachtsfall berichtet. In Großbritannien und den USA werde darauf hingewiesen, dass Antihistaminika Lichtempfindlichkeitsreaktionen auslösen können. In Deutschland sei das bisher nur vereinzelt in Fachinformationen von Antiallergika oder bei einem antihista­minhaltigen Schlafmittel mit dem Wirkstoff Diphenhydramin nachzulesen, heißt es.

  • Tipp. Lassen Sie solche Fälle einer „Fotosensibilisierung“ durch den Arzt abklären. Er muss entscheiden, ob und inwieweit Medikamente kurzfristig abgesetzt werden können.

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