Antifalten­cremes

Dem Alter ein Schnipp­chen schlagen?

21.12.2015

Wie stark jemand zu Falten neigt, ist auch genetisch bedingt. Schnellen Erfolg versprechen Schön­heits­eingriffe, sie haben aber Risiken. Kosmetik­anbieter setzen auf Pflanzen­stoffe – hier besteht noch Forschungs­bedarf. Sicher ist: Wer Sonnen­schutz­mittel benutzt und gesund lebt, beugt vorzeitiger Hautalterung vor.

Antifalten­cremes Testergebnisse für 9 Antifaltencremes 01/2016

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Gesunder Lebens­stil: Viel trinken und nicht rauchen

Antifalten­cremes - Keine sicht­bare Wirkung – auch teure Cremes mangelhaft
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Ein ausgewogener Lebens­stil schlägt sich nicht nur in einer positiven Ausstrahlung nieder. Er kann auch einem gesunden Haut­bild zugute kommen.

Genügend Schlaf. Ob sechs oder acht Stunden – jeder hat einen individuellen Schlafbedarf, um sich zu regenerieren. Zu wenig Schlaf lässt uns alt aussehen.

Ausreichend UV-Schutz. Klar erwiesen ist, dass Sonnen­strahlen die Haut vorschnell altern lassen. Meiden Sie zu viel Sonne. Sinn­voll sind Sonnen­schutz­mittel und Cremes mit UV-Schutz.

Kein Nikotin. Ziga­retten­rauch schadet der Haut-Elastizität, verstärkt aggressive Sauer­stoff­moleküle, die freien Radikale.

Viel trinken. Pro Tag sollten es wenigs­tens 1,5 Liter sein, rät die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung – am besten Wasser pur oder Saft­schorlen, Alkohol möglichst nur in Maßen.

Grünes essen. Obst und Gemüse liefern Vitamine und Pflanzen­stoffe wie Poly­phenole und Karotinoide, von denen viele sogenannte Radikalfänger sind. Das heißt, sie können aggressive Sauer­stoff­verbindungen, freie Radikale genannt, unschädlich machen und Körperzellen schützen. Ein Beispiel ist Lykopin, das reichlich in Tomaten steckt.

Natürliche Helfer: Öle, Peelings und Pflanzen­stoffe

Antifalten­cremes - Keine sicht­bare Wirkung – auch teure Cremes mangelhaft
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Feuchtig­keits­zufuhr ist wichtig für eine schöne Haut. Dafür setzen viele Anbieter auf natürliche Stoffe, auch da einige von ihnen antioxidative Eigenschaften haben.

Feuchtig­keits­spender. Die Inhalts­stoffe der Wüsten­pflanze Aloe Vera können die Haut gut mit Feuchtig­keit versorgen – ebenso das weniger bekannte Allantoin, das etwa in Ahorn, Weizenkeimen oder Schwarz­wurzel enthalten ist.

Öle. Argan-, Mandel- oder Olivenöl sind eine Alternative zur klassische Creme, eignen sich wegen ihrer Konsistenz aber vor allem als Körperöl. Im Test verbesserten ein Argan- und zwei Mischöle mit Jojobaöl die Hautfeuchtig­keit ähnlich gut wie eine Körperlotion (test 3/2015).

Pflanzen­stoffe. Einge­setzt werden etwa Katechine aus grünem Tee. In Studien trugen sie zum Schutz der Haut vor UV-Strahlung bei. Große Hoff­nung ruht auch auf Resver­atrol, einem Stoff aus Weintrauben mit starkem antioxidativem Potenzial – wie berechtigt diese ist, ist noch nicht erwiesen.

Frucht­säuren. Zitronen-, Äpfel-, Weinsäure werden oft in Peelings einge­setzt. Sie schuppen alte Haut ab, regen die Neubildung von Zellen an – mit kurz­fristigem Effekt. Da Hautirritationen möglich sind: zur Kosmetikerin gehen.

Schön­heits­eingriffe: Hyaluronsäure und Botox

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Wenn viel Schlaf und Cremen nichts mehr hilft, wählen Unglück­liche nicht selten den Gang zum Schön­heitschirurgen. Wichtig: Zum Spezialisten gehen, vor Risiken umfassend beraten lassen.

Aufpols­tern. Der bekann­teste Faltenfüller ist Hyaluronsäure. Der Körper bildet sie zunächst selbst, mit zunehmendem Alter lässt die Produktion aber nach. Industriell hergestellt wird sie im Labor unter anderem mit Mikro­organismen. Hyaluronsäure kann viel Feuchtig­keit binden. Dadurch lässt sie die Haut glatter und praller wirken. Bei Injektionen kommt es darauf an, dass der Arzt nicht zu tief spritzt, sonst drohen Neben­wirkungen wie Durch­blutungs­störungen. Zudem müssen die Injektionen regel­mäßig wieder­holt werden. Gleiches gilt für Spritzen mit anderen, sich selbst abbauenden Stoffen wie Kollagen, Poly­milchsäure und Eigen­fett.

Muskeln lähmen. Botulinumtoxin A, kurz Botox, wird gegen Mimikfalten einge­setzt, bei uns vorzugs­weise gegen sogenannte Zornesfalten an der Stirn. Das Nervengift wird in den Gesichts­muskel einge­spritzt. Einige Tage danach wird der Muskel für mehrere Monate gelähmt. Falten verschwinden – aber auch natürliche Gesichts­bewegungen. Ein Risiko: Es können auch andere Partien wie das Augen­lid gelähmt werden.

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