Hühner, Puten und Schweine in deutschen Tiers­tällen haben in der Vergangenheit teils massiv Antibiotika bekommen, wie Behörden meldeten. Das novellierte Arznei­mittel­gesetz soll das eindämmen. Es gilt ab 1. April. Ab dann müssen Land­wirte unter anderem dokumentieren, wenn sie ihrem Vieh Antibiotika verabreichen. Die Daten sollen der Über­wachung helfen, über­mäßigen Gebrauch fest­zustellen. Oft muss wegen eines kranken Tiers gleich der ganze Stall mit Antibiotika behandelt werden. Die Folgen zeigen sich im Fleisch. Die Stiftung Warentest hatte beispiels­weise in 12 von 20 untersuchten Hähn­chenschenkeln Bakterien nachgewiesen, die gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich sind Hühnerfleisch im Test: Riskante Keime entdeckt (test 10/2013). Diese Bakterien stellen für Gesunde kein Risiko dar, Immun­geschwächte aber könnten sich über rohes Fleisch infizieren. Hinzu kommt: Lebens­rettende Antibiotika kommen gegen die Bakterien nicht mehr an.

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