Tipps

  • Junge Liebe. Jugendliche unter 14 brauchen eine Einverständniserklärung der Eltern, wenn sie sich die Pille verschreiben lassen wollen. Zwischen 14 und 16 Jahre liegt es im Ermessen des Arztes, ob er die Pille auch ohne elterliches Einverständnis verschreibt. Ab 16 ist die Zustimmung der Eltern im Allgemeinen nicht mehr erforderlich.
  • Kasse zahlt. Bis zum 20. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Pille. Privat Versicherte sollten bei ihrer Kasse nachfragen.
  • Kostenlos. Studenten, Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose mit geringem Einkommen können Verhütungsmittel kostenlos bekommen. Es gilt das Bundessozialhilfegesetz. Anträge gibts beim Sozial- oder Gesundheitsamt, beziehungsweise beim sozialmedizinischen Dienst.
  • Einphasenpräparat. Einphasenpräparate mit niedrigem Östrogenanteil und dem Gestagen Levonorgestrel haben sich besonders bewährt. Gute Wahl für Frauen bis 30 Jahre.
  • Strenger prüfen. Frauen ab 30 sollten strenger prüfen, ob die Pille noch angesagt ist. Das Risiko von Nebenwirkungen steigt. Spirale und Kondome sind Alternativen. Frauen ab 40 sollten auf die Pille möglichst verzichten.
  • Dreimonatsspritze. Mit Hormon aber ohne Pille funktioniert die Dreimonatsspritze Depo-Clinovir. Das Gestagen Medroxyprogesteron wird dabei in den Gesäßmuskel gespritzt. Die kontinuierliche Freisetzung aus diesem Depot verhindert den Eisprung. Eine Spritze verhütet sicher für drei Monate. Nachteil: Nach dem Absetzen kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sich wieder ein regelmäßiger Zyklus mit Eisprung einstellt.
  • Sicherheit. Der Pearl-Index PI gibt an, wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie die jeweilige Methode ein Jahr lang anwenden. Das sind die sichersten Verhütungsmittel:
    Hormonimplantat Implanon: PI 0
    Pille (Kombipräparate): PI 0,03–0,1
    Dreimonatsspritze: PI 0,3
    Minipille: PI 0,4–4,3
    NuvaRing: PI 0,65–1,75
    Spirale: PI 0,8–6
    Temperaturmessung / Schleimbeobachtung: PI 0,5–3
    Diaphragma: PI2,0–2,5
    Kondome: PI 3–4.
    Zum Vergleich: Ohne Verhütung liegt der Pearl-Index bei 60–80.

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