Selbstständige können für Investitionen wie neue Firmenwagen Ansparrücklagen bilden und damit ihre Steuerschuld drücken. Sie dürfen das Ganze aber nicht einfach wiederholen, wenn sie das Auto nach zwei Jahren doch nicht gekauft haben. Das ist nur möglich, wenn der Kauf sich aus einleuchtenden Gründen verzögert hat (Az. XI R 28/05).

So urteilte der Bundesfinanzhof im Fall eines Anwalts, der für denselben Firmenwagen dreimal eine Ansparrücklage beantragt hatte. Als das Finanzamt sie beim letzten Mal ablehnte, zog der Mann vor Gericht.

Es ging um ein rund 80 000 Euro teures Auto. Von den voraussichtlichen Kosten hätte der Kläger nach heutigem Recht 40 Prozent vorab als Betriebsausgaben absetzen können. Das sind 32 000 Euro, die er weniger versteuern müsste.

Die Investition muss dann aber spätestens in den nächsten beiden Jahren erfolgen. Sonst schlägt das Finanzamt die Ansparrücklage mit einem Zuschlag auf den Geschäftsgewinn drauf, der versteuert werden muss.

Die daraus resultierende ­Steuerschuld wollte der Anwalt wieder drücken, indem er die Rücklage erneut beantragte. Beim ersten Mal kam er damit durch. Beim zweiten Mal machte das Finanzamt einen Strich durch die Rechnung.

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