Planung: Prüfen Sie Ihren alten Vertrag

Vertrags­bedingungen. Recht­zeitig vor dem Ende der Zins­bindung sollten Sie einen Blick in Ihren alten ­Kredit­vertrag werfen. Denn falls Sie Ihren Kredit lediglich zu einem ­neuen Zins­satz verlängern, gelten die ­alten Vertrags­klauseln weiter. Vielleicht können Sie sich aber inzwischen eine höhere Tilgung leisten oder Sondertilgungen, die Ihr Vertrag gar nicht zulässt. Dann müssen Sie diese Punkte mit der Bank neu verhandeln.

Anschluss­regeln. Der Vertrag regelt auch, wie sich Ihre Bank bei der Anschluss­finanzierung verhalten wird.
Viele Banken verpflichten sich, spätestens einen Monat vor Ende der Zins­bindung ein neues Angebot zu machen. ­Einigen Sie sich mit der Bank nicht über die Konditionen, wird die Rest­schuld zum Ende der Zins­bindung fällig. Bis dahin müssen Sie die verbindliche Darlehens­zusage eines anderen Instituts haben.
Andere Banken lassen den Vertrag zu varia­blen Zinsen weiterlaufen, ­solange Sie den neuen Konditionen nicht zustimmen.
Vorsicht: Es gibt auch Vertrags­klauseln, nach denen die Bank den neuen Zins­satz einseitig fest­legen kann. Wider­sprechen Sie dann nicht inner­halb der fest­gelegten Frist, gilt der neue Zins­satz als vereinbart.

Eigen­initiative. Um nicht unter Zeit­druck zu geraten, sollten Sie spätestens drei bis sechs Monate vor Ende der Zins­bindung ein Verlängerungs­angebot Ihrer Bank anfordern. Das verschafft Ihnen Spielraum, um sich Konkurrenz­angebote einzuholen und einen Wechsel zu einer güns­tigeren Bank in Ruhe einzufädeln.
Noch besser ist es, wenn Sie schon ein paar Jahre vor dem Ende der Zins­bindung die Zins­entwick­lung beob­achten. Vielleicht bietet sich eine gute Gelegenheit, den Anschluss­kredit mit einem Forwarddarlehen vorzeitig abzu­schließen.

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