Anschluss­finanzierung Test

Eine Anschluss­finanzierung kann für Immobilien­besitzer aus zwei Gründen interes­sant sein: Entweder weil das derzeitige Hypothekendarlehen demnächst ausläuft oder weil laufende Darlehen mit langer Zins­bindung bereits nach zehn Jahren gekündigt werden können. Derzeit sind Anschluss­kredite besonders günstig, wie die aktuelle Unter­suchung der Stiftung Warentest zeigt. Vergleichen lohnt sich. Der Zins­unterschied zwischen den güns­tigsten und den teuersten Angeboten beträgt bis zu 18 700 Euro.

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TestAnschluss­finanzierung26.04.2019
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Zinsen unter 1 Prozent sind drin – früher wechseln lohnt sich

Für Immobiliendarlehen haben Kreditnehmer zehn Jahren nach der Auszahlung ein Sonderkündigungs­recht. Davon können viele Haus- und Wohnungs­besitzer profitieren. Läuft die Zins­bindung ihres Kredits länger als zehn Jahre, können sie das Kündigungs­recht nutzen, um vorzeitig in einen güns­tigen Anschluss­kredit zu wechseln. Die Kündigungs­frist beträgt dabei sechs Monate. Für einen Anschluss­kredit mit zehn Jahren Zins­bindung verlangten fast zwei Dutzend Banken und Vermittler im Test einen Effektivzins von unter 1 Prozent im Jahr.

Oft nur geringe Aufschläge Forward-Darlehen

Modell­fall für unseren Test war die Finanzierung einer Rest­schuld von 150 000 Euro – bei einem Immobilien­wert von 250 000 Euro. Unter den von uns ermittelten Angeboten sind auch Forward-Darlehen, die erst in zwei, drei oder vier Jahren die Rest­schuld des bestehenden Darlehens ablösen – zu Konditionen, die schon heute fest mit der Bank vereinbart werden. Unser Test zeigt: Anschluss­kredite gibt es zurzeit zu sensationell güns­tigen Konditionen, egal ob der Kredit sofort oder erst später gebraucht wird. Das Darlehen mit 15 Jahren Zins­bindung boten die güns­tigsten Banken bereits zu Zins­sätzen von knapp über 1 Prozent an. Forwarddarlehen sind oft nicht viele teurer. Läuft die Zins­bindung des alten Darlehens noch zwei Jahre, verlangt eine Reihe Banken im Test dafür nur einen Zins­aufschlag von weniger als einem viertel Prozent­punkt.

Das bietet der Vergleich Anschluss­finanzierung

Zins­über­blick. Die Tabelle zeigt Anschluss­kredite und Forward-Darlehen mit einer Vorlauf­zeit von zwei, drei und vier Jahren und jeweils 10 oder 15 Jahren Zins­bindung. Bei den güns­tigsten Anbietern zahlen Kunden je nach Kredit­variante 6 300 bis 18 700 Euro weniger Zinsen als bei den teuersten Banken im Test. Für unseren Vergleich haben wir Angebote von 83 Banken, Vermitt­lern und Versicherern einge­holt. Wir sind von folgenden Annahmen ausgegangen: Die Kreditsumme beträgt 150 000 Euro, der aktuelle Immobilien­wert 250 000 Euro. Der Kredit mit 10 Jahren Zins­bindung wird mit 6 Prozent getilgt, so dass am Ende der Zins­bindung noch eine Rest­schuld von gut 50 000 Euro bleibt. Der Kredit mit 15 Jahren Zins­bindung wird bis zum Ende der Zins­bindung voll­ständig getilgt (Voll­tilgerdarlehen).

Grafiken und Tabellen. Eine Grafik zeigt die Chancen und Risiken von Forward-Darlehen. Zwei Tabellen dokumentieren, welche Raten für Voll­tilgerdarlehen (abhängig von Lauf­zeit und Zins­satz) und welche Zins­aufschläge für Forward-Darlehen (je nach Zins­bindung) derzeit fällig sind.

Tipps. Die Kredit­experten der Stiftung Warentest erklären, wie Sie in sieben Schritten zu einem Anschluss­kredit kommen und warum Sie keine Angst vor einem Bank­wechsel haben müssen.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 5/2019.

Vergleich bringt große Ersparnis

Die aktuelle Unter­suchung der Stiftung Warentest zeigt auch, wie wichtig ein Vergleich zwischen den Anbietern ist. Je nach Modell­fall können Kreditnehmer zwischen 6 300 und 18 700 Euro sparen, wenn sie statt des teuersten das güns­tigste Angebot nehmen. Wenn Sie den Test frei­schalten, erfahren Sie, welche Kreditanbieter die besten Zinsen haben, wie Sie richtig vergleichen und verhandeln und was Sie bei der Umschuldung zu einer anderen Bank beachten sollten.

Nutzer­kommentare, die vor dem 16. April 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

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