Anleihen Meldung

Wer spart, will seine künftige Kaufkraft stärken. Eine hohe Inflationsrate macht einen dicken Strich durch diese Rechnung.

Geldentwertung ist Gift für Zinssparer. Dagegen gibt es verschiedene Strategien.

Im Juni 2008 betrug die Inflationsrate in Deutschland 3,3 Prozent, in der Eurozone sogar 4 Prozent. Da bleibt für Sparer bei vielen Zinsangeboten unterm Strich nicht viel übrig. Die Banken nutzen die Geldentwertung, um Inflationsschutzanleihen zu verkaufen.

Morgan Stanley: Die „200-%-Inflationsanleihe III“ läuft drei Jahre (Isin DE 000 MS0 JYW 8). Im ersten und im zweiten Jahr bekommt der Anleger als Zins die doppelte Inflationsrate, im dritten Jahr 5 Prozent fix.

Barclays: Die Anleihe „Inflations Zins Garant“ (DE 000 BC1 CSJ 1) läuft ebenfalls drei Jahre. Im ersten Jahr gibt es einen Zinskupon von 4,5 Prozent, im zweiten und dritten Jahr das 1,5-Fache der Inflationsrate.

ABN Amro: Die „Inflationsanleihe 5Y“ mit Fälligkeit am 22. April 2013 zahlt jährlich einen festen Sockel von 1,5 Prozent plus Inflation (DE 000 AA0 XF3 5).

Finanztest-Kommentar Bei den Angeboten von Morgan Stanley und Barclays handelt es sich um eine Wette auf weiter steigende Inflationsraten. Sinkt die Inflationsrate, fährt der Anleger mit Festzinsprodukten besser. Die Anleihe von ABN Amro ist zwar nicht spekulativ, jedoch liegt die reale Verzinsung mit 1,5 Prozent eher niedrig. Die inflationsindexierten Anleihen des Bundes bringen zurzeit eine reale Rendite von fast 2 Prozent.

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