Der Frust an den Aktienmärkten wächst weiter. Selbst die risikofreudigsten unter den Anlegern überlegen sich, ob sie ihr Geld nicht in "sichere Häfen" bringen sollen. Grundsätzlich lässt sich sagen: Der Einstieg in festverzinsliche Papiere ­ zum Beispiel Bundesanleihen, Schuldverschreibungen von Banken oder Pfandbriefe ­ lohnt sich, wenn Zinssenkungen anstehen.

Kauft man beispielsweise Papiere mit einem Zinskupon von 5 Prozent, dann steigen diese Papiere im Kurs, wenn die Zinsen am Markt sinken und neue Papiere nur noch mit einem Kupon von 4 Prozent ausgestattet werden. Je länger eine Anleihe läuft, desto stärker macht sich das im Kurs bemerkbar. Weil derzeit allgemein von Zinssenkungen ausgegangen wird, haben viele Papiere bereits reagiert und die Zinssenkungen im Kurs vorweg genommen. Wer jetzt einsteigt, profitiert daher nicht mehr.

Unternehmensanleihen verhalten sich anders als Staatsanleihen. Sie reagieren zwar auch auf die Marktzinsen, vor allem jedoch auf die konjunkturelle Entwicklung. Nun wird allgemein erwartet, dass die Konjunktur sich abschwächt. Das wirkt sich dann vor allem auf Unternehmen aus, deren Zahlungsfähigkeit nicht als gut eingeschätzt wird, deren Bonität gering ist.

Tipp: Wer jetzt Anleihen kaufen will, ist mit kurzlaufenden Papieren von Emittenten guter Bonität am besten beraten.

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