Die Schutzvereinigung für Kleinaktionäre (SdK)

Die Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre (SdK), seit 1959 ein eingetragener Verein in Frankfurt, arbeitet intelligent: Sie kauft von jeder Aktiengesellschaft zwei, drei Aktien ­ damit sie als Aktionärin auftreten und ihre Interessen anmelden, notfalls auch einklagen kann. Als Aktionärin hat die SdK beispielsweise eine Schadenersatzklage gegen die Vorstände von Infomatec erhoben, erwägt eine Prospekthaftungsklage gegen die Deutsche Telekom und hat Strafanzeige gegen Metabox gestellt. Sollten die Musterklagen erfolgreich verlaufen, können Anleger nachziehen und ihrerseits mögliche Ansprüche bei Gericht geltend machen.

Wie die DSW vertritt die SdK Kleinaktionäre auf Hauptversammlungen und bringt deren Interessen in Gesetzgebungsverfahren ein. Die Schutzvereinigung steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit Unternehmen, Großaktionären und den maßgeblichen Ministerien.

Die SdK wird aus den Beiträgen und Spenden von 12.000 Mitgliedern, davon etwa 10.000 Fördermitgliedern und rund 2.000 privaten Anlegern, finanziert. Hinzu kommen Anzeigenerlöse aus der Fachzeitschrift "Aktiengesellschaft". Für die Mitglieder gibt es monatlich den Aktionärsreport. Die Arbeit wird zum größten Teil ehrenamtlich erledigt, was die SdK ­ abgesehen vom eigenen Aktienbesitz ­ hauptsächlich von der DSW unterscheidet.

Adresse:
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre e.V.
Jakobstraße 73
73734 Esslingen
Telefon 07 11 / 3 45 20 91
Fax 07 11/ 3 45 09 22
www.sdk.org
Mail: SdK.ev@t-online.de

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