Schlechte Bank- und Versicherungsberater verursachen bei deren Kunden jährlich bis zu 30 Milliarden Euro Schäden. Dies geht aus einer Untersuchung im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums hervor. „Fehlleistungen“ von Beratern seien „eher die Regel als die Ausnahme“. So würden bis zu 80 Prozent der langfristigen Geldanlagen vorzeitig und mit Verlust gekündigt. Eine Ursache dafür sei die Provisionsregelung der Finanzdienstleister. Sie „erzeugt Verkaufsdruck und wirkt einer langfristigen Betreuungsqualität entgegen. Für den Verbraucher ist sie systematisch nachteilig“, so die Studie. Besonders hart wirke sich Falschberatung auf Geringverdiener aus. Denn sie „enden im Ruhestand oder bei Arbeitslosigkeit eher in der Sozialhilfe als schlecht beratene Verbraucher aus finanziell stärkeren Schichten“.

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