Anlegerklagen Was Sie bei Güte­anträgen beachten müssen

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Seit Juni 2015 ist es für Anleger schwieriger geworden, die Verjährung von Schaden­ersatz­ansprüchen zu hemmen. Der Güte­antrag bei einer staatlich anerkannten Güte­stelle ist kein sicherer Weg mehr. Denn im Juni 2015 hat der Bundes­gerichts­hof fest­gelegt, welche Informationen ein Güte­antrag mindestens enthalten muss. Gerichte legen die neuen Vorgaben streng aus. Wenn sie fest­stellen, dass die Güte­anträge die Verjährung nicht gehemmt haben, können Anleger ihre Ansprüche nicht mehr durch­setzen. test.de erläutert die neuen Anforderungen und weitere Möglich­keiten, einen Streit außerge­richt­lich beizulegen.

Inhalt

Auszug aus dem Finanztest-Artikel

„(...) Einen Güte­antrag bei einer staatlich anerkannten Güte­stelle zu stellen, ist kein sicherer Weg mehr.

Bisher haben viele, die es nicht recht­zeitig schafften, ihre Klagen bei Gericht einzureichen, über diesen Weg die Verjährung ihrer Ansprüche gehemmt. Mehr als 14 000 Aktionäre der Deutschen Telekom etwa wandten sich 2003 deswegen an die Öffent­liche Rechts­auskunft- und Vergleichs­stelle Hamburg (ÖRA). Mit Erfolg.

Der Weg ist legitim – auch wenn Güte­stellen eigentlich außerge­richt­lich vermitteln sollen – aber eben nicht mehr sicher. „Die Gerichte legen viel strengere Maßstäbe als früher an“, berichtet Anleger­anwalt Peter Mattil aus München. Er stützt sich auf Urteile des Bundes­gerichts­hofs (BGH) vom 18. Juni 2015 (Az. III ZR 189/14, 191/14, 198/14 und 227/14). (...)“

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