Mit Anleihen spekulieren

Für Anleger, die mit Anleihen spekulieren wollen, sind die Laufzeit einer Anleihe und ihre eigene Einschätzung, wie sich das Zinsniveau entwickeln könnte, die wichtigsten Kriterien.

Wer sinkende Zinsen erwartet, kauft möglichst lang laufende Anleihen. Sinkt das allgemeine Zinsniveau haben sie einen attraktiven Zinssatz. Das lässt ihren Marktwert steigen. Die Höhe der Kursgewinne ist dabei abhängig von der Laufzeit der Anleihe. Sinkt der Zinssatz um 1 Prozent, steigt der Kurs einer Anleihe mit einer Laufzeit von einem Jahr um 1 Prozent. Für eine Anleihe mit dem gleichen Zinssatz und einer Laufzeit von zehn Jahren sind hier etwa 7,7 Prozent Kurssteigerung drin. Um diese Gewinne auch zu realisieren, muss der Anleger sehr liquide, also gut handelbare Anleihen kaufen. Steigen dagegen die Zinsen um 1 Prozent, muss der Anleger empfindliche Kursverluste hinnehmen, wenn er vor der Fälligkeit an sein Geld will: Für eine Anleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren sind dann Einbußen von etwa 7 Prozent drin. Dagegen verliert eine einjährige Anleihe nur 1 Prozent vom Kurswert.

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