Am Fiskus vorbei

Anleihen und Sparprodukte ­eignen sich zum Steuernsparen.

Anleger, die mit ihren jährlichen Zinseinkünften über dem Sparerfreibetrag von 1 601 Euro (Alleinstehende) oder 3 202 Euro (Ehepaare) liegen, sollten beim Sparen ans Finanzamt denken. Denn die Zinserträge über dem Freibetrag sind steuerpflichtig. Steuern lassen sich auf zwei Wegen vermeiden:

Variante 1: Der Anleger kauft eine niedrig verzinste Anleihe mit Kurswert unter 100. Dabei macht er es sich zunutze, dass das Finanzamt Zinszahlungen und mögliche Wertsteigerungen von Anleihen unterschiedlich behandelt. Während Zinsen oberhalb des Freibetrags steuerpflichtig sind, interessiert sich der Fiskus nicht für Kursgewinne, sofern der Anleger das Wertpapier länger als zwölf Monate im Depot hat. Anleger, die eine Anleihe mit einem niedrigen Zinskupon in Kombination mit einem Anleihekurs von weniger als 100 Prozent kaufen, erhalten bei der Tilgung die Anleihe zum Nennwert von 100 zurück. Der Differenzbetrag zum Kaufkurs ist ein Kursgewinn und damit steuerfrei.

Variante 2: Der Anleger verschiebt seine Zinseinnahmen in die Zukunft, weil er dann – etwa als Rentner – geringere steuerpflichtige Einnahmen hat. Hierfür bieten sich Nullkuponanleihen (Zerobonds), Bundesschatzbriefe Typ B und auf- oder abgezinste Sparbriefe an (Fußnote D und E in der Tabelle). Beide Produkte schütten während der Laufzeit keine Zinsen aus. Sie fallen am Ende ihrer Laufzeit an und sind dann voll steuerpflichtig. Die aktuellen Kon­ditionen für Bundesschatzbriefe lassen sich entweder im Netz unter www.bwpv.de nachlesen oder per Fax unter der Nummer 0 69/2 57 02 00 10 abrufen. Vor dem Kauf von Zerobonds können Sie sich auf der Homepage von maxblue über die Kurse informieren (www.maxblue.de, Stichwort „Märkte“, dann „Anleihen“ (AnleiheFinder). In der Suchmaske sollten Sie bei Emittent nur öffentliche Anleihen und Banken angeben.

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