Kontrolle der Fonds­entwick­lung: Schlechte Fonds verkaufen

Anleger, die auf gemanagte Fonds setzen, müssen deren Entwick­lung regel­mäßig verfolgen. Gut wäre eine monatliche Kontrolle, aber zumindest zwei Mal im Jahr sollten Anleger auf jeden Fall nach­schauen, ob ihre Fonds noch plan­mäßig laufen.

Hilfe­stellung leistet unser monatlicher Fonds­test. In unserem Produktfinder Investmentfonds finden Anleger Monat für Monat eine Bewertungs­zahl für ihre Fonds und Details zu Wert­entwick­lung, Strategie und Risiken.

Wenn ein ehemaliger Spitzenfonds zeitweilig nur noch Mittel­maß ist, besteht noch kein Grund zur Sorge. Selbst die besten Manager liegen in ihren Einschät­zungen manchmal daneben. Handeln sollten Anleger aber, wenn ein Fonds dauer­haft deutlich schlechter abschneidet als der breite Markt. Als Alarm­zeichen können sie eine Bewertungs­zahl von unter 40 Punkten nehmen. Wenn auch unsere Bewertung für kürzere Zeiträume als fünf Jahre keine Besserung verspricht, ist der Wechsel in einen der aktuellen Spitzenreiter die sinn­vollste Lösung.

Ein Beispiel für einen Verkaufs­kandidaten der Vergangenheit ist der beliebte Templeton Growth. Der frühere Top-Fonds kann seit Jahren nicht mehr mit dem Welt­aktien­index und schon gar nicht mit den aktuellen Spitzenfonds mithalten. Regel­mäßige Finanztest-Leser konnten aufgrund unserer Fonds­bewertung spätestens Anfang 2008 die Notbremse ziehen.

Zwar bieten Fonds, die Anleger vor dem Jahr 2009 gekauft haben, einen dauer­haften Steuer­vorteil. Denn ihre Kurs­gewinne sind steuerfrei, während für Gewinne neu gekaufter Fonds 25 Prozent Abgeltung­steuer fällig werden. Ein Grund, dauer­haft schlechte Fonds zu behalten, ist das aber nicht.

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