Nie war der Einstieg in den Aktienmarkt leichter: Anleger können in so genannte ETFs investieren. Diese Indexfonds entwickeln sich ähnlich wie die zugrunde liegenden Märkte. Oder sie steigen in aktiv gemanagte Fonds ein und hoffen damit auf noch bessere Renditen. Dann aber müssen sie ihre Geld­anlagen regel­mäßig kontrollieren.

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Der einfache Weg an den Aktienmarkt

Viele Anleger scheuen vor dem Aktienmarkt zurück, weil sie ihn für zu riskant halten. Andere bleiben nur deshalb auf der sicheren Seite, weil ihnen das alles zu kompliziert ist. Den Anlegern der zweiten Gruppe kann geholfen werden. Mit sogenannten ETFs können sie sich einfach und preis­wert an der Entwick­lung von Aktienmärkten beteiligen. Die Abkür­zung steht für Exchange Traded Funds – eng­lisch für Fonds, die an der Börse gehandelt werden. Das Entscheidende für Anleger ist aber, dass ETFs die Struktur oder Wert­entwick­lung eines Börsen­indexes nach­bilden.

Ein paar Dutzend Aktien

Wer bereit ist, für einen Teil seiner Erspar­nisse ein Risiko einzugehen, ist bei Aktien­fonds richtig. Ein gut gemischter Fonds enthält meist mehrere Dutzend, manchmal sogar ein paar Hundert verschiedene Aktien. Das senkt das Risiko gegen­über einer Geld­anlage in Einzel­aktien erheblich. Die Titel­auswahl klassischer Aktien­fonds liegt in der Hand von Managern. Ihr Geschick entscheidet darüber, ob der Fonds gut läuft. Im ungüns­tigsten Fall hinkt er in guten wie in schlechten Börsen­zeiten der Markt­entwick­lung hinterher. Das können Anleger vermeiden, wenn sie auf ETFs setzen. Ihre Entwick­lung ist trans­parent, da sie sich genau nach der des Börsen­indexes richtet.

Mehr als nur den Dax kaufen

Anleger sollten sich vor dem Kauf eines ETF aber gut über­legen, welchen Index sie auswählen. Der Dax mit seinen 30 Unternehmen ist eine naheliegende Wahl. Als alleinige Aktien­anlage ist ein Dax-ETF aber nicht ausreichend. Anleger sollten ETFs auf andere Aktienmärkte dazu­mischen oder von vorn­herein auf einen interna­tionalen Index zu setzen. Die breiteste Streuung bietet der von der US-Bank Morgan Stanley berechnete MSCI World. Mit einem ETF auf diesen Index beteiligt man sich an der Wert­entwick­lung von fast 1 700 interna­tionalen Konzernen. Die Börsen von Schwellenländern sind allerdings nicht enthalten. Wer auch auf die Aktienmärkte in China, Südamerika, Afrika oder Asien setzen will, braucht zusätzlich einen ETF auf den MSCI Emerging Markets, den breitesten Index für diese Länder und Regionen. Die monatlich aktuellen Fonds­bewertungen finden Sie im Produktfinder Fonds.

Auch gemanagte Fonds behalten Berechtigung

Die Empfehlung für ETFs bedeutet aber nicht das Aus für gemanagte Fonds. Nur in eng begrenzten oder sehr speziellen Märkten sind ETFs wirk­lich für alle Anleger die beste Wahl. Grund: Hier kann auch ein Fonds­manager kaum mehr als die Index­aktien auswählen. Bei Aktienfonds Europa und vor allem bei Aktienfonds Welt finden Fonds­manager dagegen genügend Firmen, um spezielle Strategien oder eigene Vorstel­lungen umzu­setzen.

Wenige Manager schlagen den Index

Der Produktfinder Fonds zeigt: Einige wenige Manager sind dabei dauer­haft sehr erfolg­reich – sie schlagen den entsprechenden Index dauer­haft. Anders als ETFs eignen sich gemanagte Fonds aber nur für Menschen, die gewillt sind, sich ein wenig mit den Aktienmärkten zu befassen und die Fonds­entwick­lung zu kontrollieren. Denn es gibt keine Garantie, dass erfolg­reiche Fonds­konzepte der Vergangenheit auch in Zukunft funk­tionieren.

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