Ausgewählt, geprüft, bewertet

Unser Test

Untersucht haben wir ETF, die auf Euro lautende Anleihen verschiedener Lauf­zeiten der folgenden Kategorien mischen: Staats­anleihen, inflations­indexierte Staats­anleihen, Pfand­briefe und Unter­nehmens­anleihen. In den einzelnen Kategorien sind die Fonds nach Bonität der enthaltenen Anleihen sortiert (siehe Tabelle„Die wichtigsten Rentenindizes Euro im Überblick").

Isin: Das ist die Kenn­nummer des Fonds.

Index-Nach­bildung: Der Fonds hat drei Möglich­keiten. Erstens: Er kauft die Anleihen aus dem Index mit derselben Gewichtung. Zweitens: Er kauft einen Teil der Anleihen aus dem Index, und zwar die, die im Wesentlichen die Index­wert­entwick­lung bestimmen. Drittens: Der Fonds kauft keine Original­titel, sondern andere Wert­papiere und bildet die Wert­entwick­lung des Indexes über Swaps ab.

Im Fonds können dann sowohl Anleihen als auch Aktien liegen. Letzteres kann sich aus steuerlichen Gründen lohnen.

Swaps: Der Fonds sichert sich die Index­wert­entwick­lung über ein Tausch­geschäft mit einer Bank. Swap­geschäfte sind ganz, teil­weise oder gar nicht abge­sichert.

Leihe: Fonds, die Original­titel kaufen, verleihen diese meist. Anbieter, die Wert­papierleihe betreiben, sichern diese derzeit immer zu mindestens 100 Prozent ab. Anbieter, die derzeit keine Wert­papierleihe betreiben, halten sich offen, das in ­Zukunft doch zu tun.

Absicherung der Swaps und der Leihe: Als­ ­Sicherheiten verwenden die Anbieter sowohl ­Anleihen als auch Aktien.

Spread: Die Differenz zwischen Ankaufs­kurs und Verkaufs­kurs an der Börse. Anleger, die Fonds nur kurze Zeit behalten wollen, sollten auf den durch­schnitt­lichen Spread achten. Der ergibt sich aus dem Xetra-Liquiditätsmaß. Die Kenn­zahl der Deutschen Börse gibt an, wie gut ein Fonds gehandelt werden kann. Je kleiner sie ist, desto besser. Die Differenz zwischen An- und Verkaufs­kurs kann nur so hoch sein wie der maximale Spread.

Differenz zum Index: Der Wert gibt an, wie nahe die Wert­entwick­lung des Fonds an der des Indexes ist. Negativ wirken sich vor allem Trans­aktions­kosten und regel­mäßige Kosten wie Management­gebühren aus. Letztere werden oft in der TER (Total Expense Ratio) zusammengefasst. Die TER ist als alleiniges Auswahl­kriterium aber nicht geeignet. Denn manche Fonds können einen Teil der Kosten durch Erträge aus der Wert­papierleihe oder Swap­geschäfte kompensieren.

Die Differenz zum Index ist als alleiniges Auswahl­kriterium nicht geeignet. Sie schwankt von Monat zu Monat.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1538 Nutzer finden das hilfreich.