Bundes­anleihen als Alternative zu Fonds: Das Treppendepot

Wer Wert darauf legt, die Anleihen tatsäch­lich in seinem Depot zu haben, der ist bei Renten-ETF an der falschen Adresse. Der direkte Kauf einzelner Anleihen empfiehlt sich aus Kostengründen in der Regel jedoch nur bei deutschen Staats­anleihen. Sie werden rege an deutschen Börsen gehandelt, weshalb die Preise vergleichs­weise günstig sind.

Wir empfehlen für die lang­fristige Anlage ein Depot aus unterschiedlichen Lauf­zeiten.

Wer viel Geld anlegen möchte, kauft zehn Anleihen mit Rest­lauf­zeiten von einem bis zehn Jahren. Jedes Jahr wird eine Anleihe fällig und eine neue zehnjäh­rige kommt hinzu. Pro Anleihe sollten Anleger rund 5 000 Euro investieren können, sonst schlagen die Bank­spesen über Gebühr zu Buche. Wer Kunde einer Direkt­bank ist, sollte mit rund 2 500 Euro pro Order planen (Test „Bankprovisionen“ aus Finanztest 05/2011).

Hat ein Anleger nicht so viel Geld, kauft er nur fünf Anleihen mit Rest­lauf­zeiten von zwei, vier, sechs, acht und zehn Jahren. Im nächsten Jahr laufen die Anleihen noch ein, drei, fünf, sieben und neun Jahre. Er muss nur alle zwei Jahre nach­kaufen.

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