Glossar

Anleihe

Wer eine Anleihe kauft, der gibt dem Heraus­geber der Anleihe einen Kredit. Er bekommt Zinsen und am Ende der Lauf­zeit sein Geld zurück.

Kupon

Die jähr­liche Zins­zahlung auf eine Anleihe wird auch als Kupon bezeichnet.

Kurs­wert und Nenn­wert

Der Preis von Anleihen wird in Prozent vom Nenn­wert angegeben. Der Nenn­wert ist der Betrag, auf den die Zinsen (Kupon) gezahlt werden. Bei Fälligkeit gibt es in der Regel den Nenn­wert zurück. Im Unterschied dazu ist der Kurs­wert der aktuelle Preis.

Rating

Das Rating gibt an, wie kreditwürdig ein Schuldner ist. AAA ist die Bestnote. Auch AA, A und BBB zählen zum sogenannten Investment­grade. Noten darunter stehen für schlechte Bonität.

Rendite

Die Rendite einer Anleihe ergibt sich aus dem Kauf­preis, dem Kupon, der Lauf­zeit und dem Rück­gabepreis. Sie ist nicht etwa fix, sondern ändert sich Tag für Tag. Wenn ein Anleger eine Anleihe kauft und bis zur Fälligkeit hält, bekommt er die Rendite, die zum Zeit­punkt des Kaufs ausgewiesen war.

Zins

Der Zins setzt sich aus verschiedenen Bestand­teilen zusammen.

  1. Der Zins ist ein Ausgleich dafür, dass der Anleger eine Weile auf Konsum verzichtet. Je länger die Lauf­zeit, desto höher ist der Zins.
  2. Der Zins würdigt das Risiko, dass der Anleger sein Geld nicht wiederbe­kommt. Je unzu­verlässiger der Schuldner, desto höher der Zins.
  3. Der Zins schafft einen Ausgleich für die Inflation, die allgemein für die Dauer des Geschäfts angenommen wird. Je höher die Inflations­erwartungen sind, desto höher der Zins.
  4. Anleihen werden üblicher­weise an der Börse notiert. Anleger können sie während der Lauf­zeit verkaufen. Je seltener die Anleihen dort aber gehandelt werden, je weniger liquide sie sind, desto höher der Zins.

Zins­änderungs­risiko

Anlegen mit Anleihen Test

Wenn sich am Markt die Zinsen ändern, verändert sich auch der Preis der umlaufenden Anleihen. Steigen die Zinsen, sinkt ihr Kurs. Der Effekt ist umso stärker, je länger die Anleihe noch läuft (siehe Infografik). Steigt in unserem Beispiel der Markt­zins von 5 auf 6,5 Prozent, dann sinkt der Kurs der zehnjäh­rigen Anleihe um 11 Prozent. Die fünf­jährige Anleihe verliert nur 6 Prozent. Sinkt der Zins, ist der Effekt genau umge­kehrt.

Zins­struktur

Anlegen mit Anleihen Test

Die Zins­struktur ist das Verhältnis lang­fristiger zu kurz­fristigen Zinsen. Steigt der Zins mit der Lauf­zeit, ist von normaler Zins­kurve die Rede – wie derzeit (siehe Infografik). Sinkt der Zins­satz mit der Lauf­zeit, spricht man von inverser Zins­kurve. Bei der flachen Kurve sind die Zinsen über alle Lauf­zeiten gleich hoch.

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