Der Fertigmix für die Bequemlichkeit

Für Anleger, die sich um die Mischung von Aktienfonds und Zinspapieren nicht selbst kümmern wollen, sind Mischfonds geeignet.

Manche Anleger wollen mit ihrer Geldanlage möglichst gar nichts zu tun haben. Für sie sind Mischfonds eine gute Wahl. Der Manager eines solchen Fonds entscheidet nicht nur, welche Papiere die besten sind, sondern legt auch das Verhältnis von Aktien und Anleihen fest.

So frei, wie viele Anleger denken, ist er dabei aber nicht. Oft gibt die Fondsgesellschaft vor, wie groß der Aktienanteil mindestens sein muss beziehungsweise höchstens sein darf.

Das ist einerseits schlecht, weil der Manager in schlechten Börsenzeiten nicht einfach alle Aktien verkaufen und auf ­sichere Papiere setzen kann.

Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Vorteile: Der Anleger kann sich einen Fonds aussuchen, der seiner Risikoneigung entspricht. Dürfte der Manager die Aktienquote frei festlegen und ändern, könnte er dem Anleger mal zu defensiv, mal zu offensiv sein.

Von dieser Ausgabe an teilen wir die Fonds deshalb in fünf Gruppen auf. Wir legen für einen Vergleichsindex jeweils einen Aktienanteil fest und ordnen ihm solche Fonds zu, die ähnlich schwanken wie dieser Index.

Einige Fondsmanager haben bei der Auswahl der Aktien und Anleihen tatsächlich eine größere Freiheit. Das kann dazu führen, dass ihre Fonds die Gruppe des Öfteren wechseln. Dann ändert sich auch ihre Bewertung, denn sie werden nicht mehr am Durchschnitt der alten, sondern an dem der neuen Fondsgruppe gemessen.

Die Verschiebungen in der Bewertung werden aber nicht groß sein, da die Abstände zwischen den Mischfondsgruppen nun geringer sind als früher.

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