Anlegen mit Aktienfonds Test

Mit Aktienfonds können Anleger rund um den Globus investieren und gleichzeitig ihr Risiko in Grenzen halten. Grundlage des Depots sollten Fonds der entwickelten Märkte wie Nordamerika oder der Euro-Zone sein. Risikoreicher sind Fonds junger Aktienmärkte wie China oder Russland. Aufgrund des höheren Risikopotenzials sollten Papiere dieser so genannten Emerging Markets nicht mehr als zehn Prozent des eingesetzten Kapitals ausmachen. Finanztest sagt, welche Möglichkeiten Anleger haben und was sie beachten sollten.

Die aktuelle Wertentwicklung und Finanztest-Bewertungszahl finden Sie in der Investmentfonds-Datenbank.

Geringes Verlustrisiko

Zu den entwickelten Märkten zählen Nordamerika, die Euro-Zone, Großbritannien, die Schweiz, aber auch Australien, Neuseeland, Hongkong und Japan. Anders als der Name vermuten lässt, investieren Aktienfonds Welt nur in Papiere aus den genannten Ländern. Das Verlustrisiko dieser Fonds ist relativ gering, denn sie bieten eine vernünftige Länder- und Branchenmischung. Daher sollten Aktienfonds entwickelter Märkte die Grundlage des Depots bilden.

Währungsrisiko durch hohen US-Anteil

Da die USA die größte Börsennation sind, haben US-Aktien normalerweise eine starke Gewichtung in weltweit anlegenden Fonds. Der Anteil liegt meist zwischen 30 und 50 Prozent. Nachteil für Anleger: Hohe Währungsverluste sind möglich. So geschehen in der jüngsten Vergangenheit, als die Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro auf die Wertentwicklung vieler Fonds durchschlug. Die Alternative sind Europäische Aktienfonds. Bei Fonds der Euro-Zone haben Anleger überhaupt kein Währungsrisiko. Sind Länder wie die Schweiz oder Großbritannien dabei, müssen Anleger ein minimales Risiko einplanen.

Stärkere Schwankungen

Jüngere Aktienmärkte wie Indien, Russland, Südkorea oder China werden auch als Emerging Markets bezeichnet. Diese Märkte sind risikoreicher, da sie viel stärkeren Kursschwankungen unterliegen. Grund: Die wachstumsstarken Länder profitieren meist stärker als klassische Industrienationen von einer Erholung der Weltwirtschaft oder Boomphasen bestimmter Industrien. Dafür sind sie aber auch anfälliger für Krisen. Für Anleger bedeutet dies höhere Gewinnchancen aber auch höhere Verlustrisiken.

Langfristig anlegen

Wer langfristig mit Fonds Vermögen aufbauen will, sollte auf breit streuende, bewährte Fonds setzen. Spezielle Länderfonds sollten Anleger sogar völlig meiden. Tipps zum Depotaufbau erhalten Anleger im Special Investmentfonds. Auch wenn es selbst bei soliden Aktienfonds keine Gewinngarantie gibt: Die Gewinnchancen sind besser als die jüngste Vergangenheit vermuten lässt. Allerdings nur, wenn Anleger mindestens 15 bis 20 Jahre investiert bleiben, regelmäßig die Märkte beobachten und einen günstigen Verkaufszeitpunkt wählen.

Hinweis: Interessenten finden in der Komplettversion des Artikels oder in FINANZtest 2/2004 weitere Informationen zum Thema und eine Tabelle mit den Top-3-Fonds ausgewählter Länder und Regionen.

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