Die Aktiengesellschaft in Zahlen

Bei der Interpretation der Bilanz und der Einschätzung der künftigen Ertragslage helfen ­dem Anleger Kennzahlen. Ein Vergleich dieser Zahlen ist jeweils nur innerhalb einer Branche sinnvoll. Einige Kennzahlen wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt es auch als ­geschätzte Größen, die eine Aussage über die künftige Entwicklung treffen sollen.

Kennzahl

Beschreibung

Liquidität 1. Grades

Formel: flüssige Mittel geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten x 100

Gibt an, ob das Unternehmen in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, insbesondere, ob es Schulden, die kurzfristig fällig sind, wie Kontokorrentkredite oder Rechnungen von Lieferanten, bezahlen kann.

Verschuldungsgrad

Formel: Fremdkapital geteilt durch Eigenkapital x 100

Je größer die Schulden eines Unternehmens sind, desto abhängiger ist es von seinen Gläubigern. Das ist besonders dann von Nachteil, wenn es sich dabei überwiegend um Banken handelt, die anders als beispielsweise Anleihegläubiger Kredite kündigen können.

Eigenkapitalquote

Formel: Eigenkapital geteilt durch Gesamtkapital x 100

Ein Unternehmen mit einem hohen Eigenkapitalanteil kann auch Krisen überstehen. Zwischenzeitliche Verluste kann es aus eigener Tasche ausgleichen.

Buchwert

Formel: Anlagevermögen plus Umlaufvermögen minus Schulden.

Stellt die Substanz des Unternehmens dar.

Kurs-Buchwert-­Verhältnis (KBV)

Formel: Börsenkurs geteilt durch Buchwert pro Aktie

Bei normalem Börsenverlauf sollte ein KBV von 1 nicht unterschritten werden. Als Kennzahl für die künftige Kursentwicklung wenig geeignet.

Kurs-Umsatz-­Verhältnis (KUV)

Formel: Börsenkurs geteilt durch Umsatz pro Aktie

Je höher das KUV, desto schlechter. Das KUV ist eines der wenigen Kriterien, das sich für Unternehmen in jeglicher finanzieller Verfassung anwenden lässt.

Ebit

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Taxes)

Bezeichnet das Betriebsergebnis. Anleger erkennen daran, wie gut ein ­Unternehmen in seinem Kerngeschäft gewirtschaftet hat.

Ebitda

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before Interest, ­Taxes, Depreciation and Amortisation)

Ermöglicht den Vergleich verschiedener Gesellschaften, die nach unterschied­lichen Regeln bilanzieren.

Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss oder -fehlbetrag ist das Endergebnis aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Er fließt in die Berechnung des KGV ein.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Formel: Börsenkurs geteilt durch Gewinn pro Aktie

Kauf lohnt sich bei vergleichsweise niedrigen KGVs. Unternehmen aus Wachstumsbranchen vertragen höhere KGVs als Versorger oder Konsumgüterhersteller.

Price/Earnings-to-Growth-Ratio (PEG)

Formel: KGV geteilt durch Gewinnwachstum

Wichtig vor allem zur Beurteilung wachstumsstarker Unternehmen.

Cashflow

Jahresüberschuss plus Abschreibungen plus Verlustvortrag aus dem Vorjahr (minus Gewinnvortrag) plus Zuführung in die Rücklagen (minus Auflösung der Rücklagen). Gibt noch besser als der Jahresüberschuss die Ertragsstärke der Firma an.

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV, KCF)

Formel: Börsenkurs geteilt durch Cashflow pro Aktie

Funktioniert ähnlich wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis.