Unser Rat

Fusionen. Spekulationen mit Übernahmekandidaten sind äußerst riskant. Zu oft erweisen sich Gerüchte, wer mit wem zusammengeht, als nicht haltbar. Sollten Sie eine Aktie, die sich als Übernahmekandidat entpuppt, jedoch bereits im Depot haben, können Sie getrost abwarten, was passiert. Meistens rentiert es sich weniger, das Umtauschangebot anzunehmen, als die Aktie zu verkaufen, wenn sie gestiegen ist.

Neuemissionen. Wichtig ist, dass das Geschäftsmodell des Börsenkandidaten Sie überzeugt und die Aussichten der Branche gut sind. Achten Sie auch auf das Timing. Die Banken versuchen in der Regel, die ­Unternehmen dann an die Börse zu bringen, wenn das Umfeld günstig ist.

Verkaufsprospekt. Der Emissionsprospekt gibt Auskunft über das Geschäft des Börsenkandidaten. Sie sollten sich mit seiner Hilfe zum Beispiel über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft informieren. Macht sie bereits Gewinn? Oder schreibt sie rote Zahlen, womöglich auf längere Sicht? Beachten Sie vor allem den Teil des Prospekts, der Sie über die Risiken aufklärt.

Haltefrist. Je länger die Mindesthaltefrist für Altaktionäre aus der vorbörslichen Zeit, desto besser. Sechs Monate sind nicht viel, mehr Vertrauen schafft eine Lock-up-­Periode von zwei Jahren.

Ausgabepreis. Achten Sie auf Pressebe­richte im Vorfeld und den vorbörslichen Handel (www.schnigge.de; www.ls-d.de). Wird die Aktie dort unter dem Ausgabepreis gehandelt, zeichnen Sie sie nicht.

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