Die Konsumriesen im Überblick

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Anheuser-Busch

Nicht nur in süddeutschen Kleinstädten sind Brauereien Familienbetriebe. Der Chef von Anheuser-Busch, der größten Brauerei der Welt mit 13 Milliarden Dollar Umsatz, heißt August Busch III. und führt das Unternehmen aus St. Louis in der vierten Generation. In Europa sind Marken wie Red Wolf Lager und ZiegenBock Amber weniger bekannt. Punkten kann hierzulande höchstens das Budweiser, das es in manchen Supermärkten zu kaufen gibt. Anders sieht es in China aus, wo Anheuser 27 Prozent des größten chinesischen Brauhauses Tsingtao hält. Einen Teil des Gewinns von 1,7 Milliarden Dollar aus 2001 hat das Unternehmen mit seinen Vergnügungsparks verdient. Beschäftigt waren 23 432 Menschen.

Carrefour

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Riesige, meist gut gefüllte Parkplätze am Rande französischer Städte kündigen den Carrefour-Hypermarkt an. Das Sortiment reicht von Shrimps bis Schuhcreme und von Roquefort bis Rollerblades. Etwa 30 Milliarden Dollar (30 Mrd. Euro) haben die rund 57 Millionen Franzosen im vergangenen Jahr an den Kassen von Carrefour gelassen. Weitere 31 Milliarden Dollar Umsatz erzielten die insgesamt 382 800 Mitarbeiter in weiteren 30 Ländern rund um den Globus. Wie knapp die Manager im Cash-and-carry-Geschäft kalkulieren, lässt sich am Gewinn ablesen. Trotz des exorbitant hohen Umsatzes blieben unter dem Strich gerade 1,1 Milliarden Dollar übrig. Carrefour ist der zweitgrößte Einzelhändler der Welt und mit Abstand der größte in Europa.

Coca-Cola

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Coca-Cola ist Coca-Cola ist Coca-Cola. Das 1892 in Atlanta gegründete Unternehmen verkauft mit seiner Brause das Markenprodukt schlechthin. In allen Staaten der Erde ist das süße Getränk zu haben. In zahlreichen der 5 000 Sprachen der Erde hat Coca-Cola-Trinken die Begriffe für Durstlöschen ersetzt. Mit Coca-Cola und Cola-Light verkaufen die Südstaatler zwei der drei beliebtesten Softdrinks. Das Unternehmen vertreibt rund 300 Getränkemarken weltweit. Damit kontrolliert es 50 Prozent des Weltmarkts für nichtalkoholische Getränke. Nur Pepsi kann als Nummer zwei Schritt halten. Trotz dieser Macht setzte die Coca-Cola Company 2001 „nur“ 20 Milliarden Dollar (20 Mrd. Euro) um. Das liegt daran, dass aus Atlanta vor allem Lizenzen und Konzentrate zur Brauseherstellung kommen. Die Abfüller sind selbstständige Unternehmen. Der Gewinn lag bei 4 Milliarden Dollar. Auf der Gehaltsliste stehen 38 000 Menschen.

Diageo

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Der Tag geht, Diageo kommt ins Spiel – und niemand bekommt das so richtig mit. Dabei lassen sich zahlreiche Freunde die hochgeistigen Produkte von Diageo mit Genuss auf der Zunge zergehen: Johnnie Walker Scotch Whiskey zum Beispiel oder Smirnoff Wodka. Wenn die Dartspieler im Irish Pub um die Ecke ihre Punkte lautstark mit Guinness-Bier begießen oder wenn die feine Gesellschaft vor dem Essen mit Moët & Chandon Champagner den Appetit anregt und danach mit einem Hennessy Cognac die Verdauung einleitet, dann klingelt bei Diageo die Kasse. Denn das britische Unternehmen ist aus dem Zusammenschluss von Guinness und Grand Metropolitan hervorgegangen. Außerdem besitzt es 34 Prozent der Luxusmarke Moët Hennessy, die wiederum mit Louis Vuitton als LVMH durchs Geschäftsleben geht. Da sich Diageo auf das Wesentliche, also aufs Trinken, konzentriert, hat es verschiedene Beteiligungen abgestoßen und will sich jetzt von Burger King trennen. Dafür hat Diageo die Getränkeabteilung des kanadischen Multis Seagram übernommen. Übrigens: Das Guinness Buch der Rekorde gehört auch nicht mehr zu den Geschäftsfeldern. Diageo beschäftigt 71 500 Menschen, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 17 Milliarden Dollar (17 Mrd. Euro) und einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar erwirtschafteten.

L‘Oréal

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Schön sein wollen alle mit Haut und Haar. Das ist die Grundlage des Geschäfts von L‘Oréal. Mit Körperpflegeprodukten, Kosmetika und Parfüms hat der französische Konzern die Weltspitze dieses Marktsegments erklommen. Den Massenmarkt für Männer und Frauen bedienen die Marken L‘Oréal und Maybelline. Damit die besser Betuchten nicht in der gleichen Duftwolke einherschreiten müssen wie die Besucher von Supermärkten, haben die Franzosen auch noch die Boutiquenmarke Lancôme im Programm. Weitere Marken sind Soft Sheen und Redken. Über die Hälfte des Umsatzes aus 2001 von 12,1 Milliarden Dollar erzielten die Franzosen außerhalb Westeuropas. Der Gewinn betrug gut 1 Milliarde Dollar (1 Mrd. Euro). L‘Oréal ist mit 19,5 Prozent beim Pharmakonzern Sanofi-Synthelabo beteiligt. Umgekehrt hat sich der Schweizer Nestlé-Konzern einen Anteil an L‘Oréal gesichert. Bei L‘Oréal arbeiten 49 000 Menschen.

Nestlé

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Nestlé ist die typische Schweizer Firma: Angesichts des eng begrenzten Heimatmarktes betrachtet sie die ganze Welt als Spielwiese, um überhaupt wachsen zu können. Und das mit Erfolg. Das Unternehmen aus Vevey am Genfer See ist der größte Lebensmittelhersteller der Welt. In mehr als 500 Fabriken in 70 Ländern der Welt stellen 230 000 Menschen die Markenprodukte Nescafé, Perrier, Maggi und Buitoni her, um nur die bekanntesten zu nennen. In Entwicklungs- und Schwellenländern hat Nestlé eine traurige Berühmtheit erlangt. Dem Konzern wurden ethisch fragwürdige Werbemethoden für seine Babynahrung und gegen das Stillen vorgeworfen. In über 20 Ländern wurde zum Boykott von Nestlé aufgerufen. Ein Umsatzbringer ist die Beteiligung an den Alcon Laboratories, die unter anderem Kontaktlinsenflüssigkeit und Gerätschaften für die Augenchirurgie im Programm haben. Beteiligt sind die Eidgenossen auch am Kosmetikgiganten L‘Oréal. Der Umsatz des vergangenen Jahres betrug 50,6 Milliarden Dollar (50,6 Mrd. Euro), von denen vier Milliarden Dollar als Gewinn hängen geblieben sind.

Pepsico

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Pepsi-Cola ist der ewige Rivale von Coca-Cola, hat aber auch längst den Ruf des ewigen Zweiten. Herstellerin von Pepsi ist die Pepsi Company (Pepsico), und die ist als Unternehmen seit vergangenem Jahr etwas größer als Coca-Cola. Dafür sorgte der Kauf der Müsli-Marke Quakers, der allerdings auch die üblichen Probleme beim Zusammenschluss größerer Unternehmen mit sich bringt. Den größten Teil des Konzernumsatzes von 27 Milliarden Dollar (27 Mrd. Euro) steuern die Snacks der Marke Frito-Lay bei. Dann folgt die Getränkesparte, zu der außer der Koffeinbrause auch 7Up, Gatorade und Lipton Tea gehört. 2,6 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftete die auf 140 000 Menschen gewachsene Belegschaft im vergangenen Jahr.

Philip Morris

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Freiheit, Abenteuer, Lungenkrebs: Das sind die Begriffe, die die Öffentlichkeit gemeinhin mit dem Marlboro Man in Verbindung bringt. Der ritt für Philip Morris, den größten Tabakkonzern der Welt. Die Internetseite des Konzerns zeigt, dass die Amerikaner in einer permanenten Abwehrschlacht gegen die Schadenersatzklagen von vermeintlichen Tabakopfern stehen. Hier liegen möglicherweise große Risiken für die Tabakindustrie insgesamt. Philip Morris steht auf mehreren Beinen. Einen Teil seiner 90 Milliarden Dollar (90 Mrd. Euro) Umsatz im vergangenen Jahr machten die Cowboys mit ihrer 84-Prozent-Beteiligung an Kraft, nach Nestlé die Nummer zwei der Lebensmittelhersteller. Auch wenn zur Zigarette ein Bier gezischt wird, ist Philip Morris mit von der Partie. Das Unternehmen besitzt 36 Prozent der zweitgrößten Brauerei der Welt, SAB Miller. 175 000 Mitarbeiter verdienen ihr Geld bei dem Zigarettenmulti. Der Gewinn im vergangenen Jahr lag bei 8,5 Milliarden Dollar.

Procter & Gamble

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Für sehr viele Menschen beginnt das Leben in Pampers. Und daran verdient das US-Unternehmen Procter & Gamble. Bis zum Lebensende haben die meisten Menschen irgendwann ein Produkt des Multis aus Cincinatti benutzt: Vom Pflegemittel für die zarte Haut bis zum robusten Putzmittel für die Fabrik stellt der Konzern zahllose Produkte her, die zu den 300 zum Teil sehr bekannten Marken gehören. Always, Ariel, Clairol, Lenor, Pantene und Pringles sind nur einige davon. Die Kartoffelchips haben den Verantwortlichen in der jüngeren Vergangenheit keine Freude gemacht. Sie sollen, wie praktisch alle Chips anderer Hersteller auch, schädliche Acrylamide enthalten. Die entstehen, wenn Nahrungsmittel zu heiß gebacken werden. Im vergangenen Jahr setzte P & G 40,2 Milliarden Dollar (40,3 Mrd. Euro) um. 4,3 Milliarden Dollar blieben unterm Strich als Gewinn übrig. Beschäftigt waren 102 000 Menschen.

Unilever

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Unilever ist der Liebling der „Öko“- Geldanlagebranche. Keine Klitsche, sondern ein veritabler Weltkonzern, der im vergangenen Jahr 46,7 Milliarden Dollar (46,7 Mrd. Euro) umsetzte, 1,64 Milliarden Dollar Gewinn schrieb und dabei die Umwelt schonte, nett zu den 265 000 Mitarbeitern war und die Menschen in armen Ländern nicht über Gebühr ausbeutete. Ausweis der guten ökonomischen Praxis ist das ISO-14001-Zertifikat der Internationalen Normen-Organisation. Schon 1930 fanden die britischen Lever Brothers mit der niederländischen Margarine Unie zu Unilever zusammen. Deshalb gibt es mit Unilever N.V. in Amsterdam und Unilever Plc in London zwei Aktiengesellschaften, die aber in der Unilever Group von einem Management geführt werden. Hinter Unilever stehen Lebensmittelmarken wie Knorr, Iglu, Becel und Bertolli. Als größter Speiseeishersteller ist Unilever auch für die Kalorienbombe Magnum verantwortlich. Den Lipton Tea verkauft der Konzern in einem Joint Venture mit Pepsi. Das zweite Standbein sind Haushalts- und Pflegeprodukte. Domestos und Omo sind bekannt, auch Dove, Lux und Rexona.

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