Checkliste: Das Beste aus der Beratung machen

Vor fehlerhaften Anlageentscheidungen können Sie sich schützen, indem Sie sich gut auf das Gespräch vorbereiten und anschließend alles prüfen ­lassen. Folgende Punkte sind wichtig:

  • Anlageziel. Klären Sie vor der Beratung, wie viel Geld Sie anlegen, was Sie später mit Ihrem Geld machen wollen und wie lange Sie es entbehren können.
  • Anlageprofil. Schreiben Sie vorab genau auf, ob Sie Ihr Geld ganz sicher, mit wenig oder mit viel Risiko anlegen wollen. Erläutern Sie schriftlich, was Sie unter Ihrer Risikoeinstufung verstehen. Lassen Sie die Einstufung vom Berater unterschreiben.
  • Zeuge. Nehmen Sie möglichst ­jemanden zur Beratung mit. Dann haben Sie einen Zeugen für den Fall, dass der Berater Ihnen falsche Informationen gegeben hat.
  • Fakten. Lassen Sie sich alle wichtigen Details zu einer Geldanlage schriftlich ­geben, damit Sie im Schadenfall keine Beweisschwierigkeiten bekommen. Dazu gehören die Beschreibung des Risikos, der Laufzeit, der Kündigungsmöglichkeiten und die Höhe der Kosten einer Anlage. Denn investiert wird nur, was nach Abzug der Kosten von Ihrem Geld übrig bleibt.
  • Unterlagen. Achten Sie darauf, dass ­Ihnen der Berater neben dem Vertrag auch den offiziellen Anlageprospekt zu ­einer Kapitalanlage aushändigt – und nicht nur die Werbebroschüre für das Angebot.
  • Anlageprospekt. Lesen Sie unbedingt die Risikohinweise im Anlageprospekt.
  • Anbieter. Schauen Sie in der Finanztest-Warnliste nach, ob der Anbieter einer Kapitalanlage schon negativ aufgefallen ist. Fragen Sie auch bei Ihrer Verbraucherzentrale nach, ob die Anlagefirma dort bekannt ist.
  • Ausland. Liegt der Geschäftssitz der Anlagefirma im Ausland, ist es oft kompliziert und teuer, dort Schadenersatzansprüche geltend zu machen.
  • Vergleichsangebot. Sinnvoll ist es, sich Angebote anderer Anbieter anzusehen und zu vergleichen.
  • Prüfung. Wenn Sie nicht sicher sind, ob das von Ihrem Berater empfohlene Anlage­angebot wirklich lukrativ ist, sollten Sie es von einer unabhängigen Instanz prüfen lassen. Das kostet bei Verbraucherzentralen zwischen 30 und 160 Euro.
  • Versicherung. Lassen Sie sich vom Finanzberater bestätigen, dass er ­eine Vermögenshaftpflichtversicherung hat. Falls er Sie falsch beraten hat, tritt die Versicherung für Ihren Schaden ein.
  • Unterschrift. Unterschreiben Sie nichts gleich am Tag der Beratung. Überschlafen Sie Ihre Entscheidung.

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