Beim Kauf von Aktien, die nicht an einer Börse gehandelt werden, muss der Anlageberater den Kunden auf die speziellen Risiken dieser Wertpapiere hinweisen. Das schrieb das Oberlandes­gericht Oldenburg einer Bank ins Stammbuch (Az. 6 U 66/02). Weil der Berater nicht richtig aufgeklärt hatte, kann der Kläger die Aktien zurückgeben und erhält den Kaufpreis wieder.

Der Kläger hatte für gut 10 000 Euro Aktien eines nicht börsennotierten Unternehmens gekauft. Der Berater hatte ihn nicht darüber aufgeklärt, dass solche Aktien oft schwer wieder zu verkaufen sind. Das gelang dem Käufer in der Folgezeit auch nicht, sodass er nicht an das dringend benötigte Kapital herankam.

Die Richter sahen in der versäumten Aufklärung eine Verletzung des Beratungsvertrags. Der Berater hätte dem Anleger, der als Gärtner in eher bescheidenen Verhältnissen lebt, sogar von dem Kauf abraten müssen.

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