Was im Protokoll stehen muss

Seit 1. Januar 2010 muss das Beratungsprotokoll folgende Regeln erfüllen:

  • Beratungsanlass. Das Protokoll muss vollständige Angaben über den Beratungsanlass enthalten. Hat der Bankberater oder der Kunde um das Gespräch gebeten? Hat die Bank ihren Mitarbeitern Vorgaben gemacht, Kunden auf bestimmte Produkte gezielt anzusprechen?
  • Beratungsdauer. Der Berater muss vermerken, wie lange das Gespräch gedauert hat. Ein kurzes Gespräch, nach dem ein Kunde erstmals ein kompliziertes Finanzprodukt kauft, spricht für eine oberflächliche Beratung.
  • Kundeninformationen. Ins Protokoll gehören wichtige Informationen, die der Kunde dem Berater gibt, zum Beispiel über sein Vermögen, seine Schulden, sein Einkommen. Das Dokument muss außerdem die Informationen über die Finanzprodukte enthalten, die in der Beratung angesprochen werden.
  • Kundenwünsche. Die Wünsche des Kunden müssen in dem Papier auftauchen. Will der Kunde eine sichere Geldanlage, fordert gleichzeitig aber eine hohe Rendite, muss sich aus dem Protokoll ergeben, was ihm letztendlich wichtiger war und wie der Berater diese Entscheidung beeinflusst hat.
  • Empfehlungen. Alle Empfehlungen, die ein Berater ausspricht, müssen sich im Protokoll wiederfinden. Auch diejenigen, die der Kunde nicht annimmt.
  • Begründung. Wenn der Berater den Grund nennt, warum er ein Produkt für geeignet hält, dann muss er das auch im Protokoll aufführen. Er ist aber nicht verpflichtet, seine Empfehlung zu begründen.

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