Seit 1. August 2014 müssen Banken ihre Kunden bei der Anla­geberatung über alle Arten von Zuwendungen aufklären, die sie erhalten. Tun sie das nicht, müssen sie Schäden ersetzen.

Fälle bis zum 1. August sind nicht so eindeutig. Der Bundes­gerichts­hof hat entschieden, dass Banken vor diesem Stichtag Vertriebs­provisionen verschweigen durften, die zum Beispiel vom Anbieter eines Anla­gepro­dukts nicht separat ausgewiesen, sondern in den Anla­gebetrag einge­rechnet waren (Az. XI ZR 147/12). Nur wenn solche Innen­provisionen mehr als 15 Prozent betrugen, mussten die Kunden unaufge­fordert darüber informiert werden.

Sind die Vertriebs­provisionen dagegen offengelegt, zum Beispiel in Form eines Ausgabe­aufschlags oder einer Verwaltungs­vergütung, müssen die Banken schon seit Jahr­zehnten mitteilen, wie viel davon an sie rück­vergütet wird. Für freie Berater und Bank­töchter, die selbst keine Banken sind, gilt diese Pflicht erst seit 2013.

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