Das Landgericht Düsseldorf hat die Apotheker- und Ärztebank eG dazu verurteilt, einer Anlegerin mehr als 220 000 Euro Schadenersatz plus Zinsen zu zahlen (Az. 8 O 290/10, nicht rechtskräftig). Die Bank hatte der Klägerin zwei Investmentfonds empfohlen, die zur „Risikoklasse D chancenorientiert“ gehören, obwohl die Anlegerin im Beratungsgespräch nachweislich nur in Anlageprodukte bis zur „Risikoklasse C wachstumsorientiert“ investieren wollte.

Die Bank argumentierte, die Anlegerin hätte in der Vergangenheit riskanter als in „Risikoklasse C“ angelegt und verfüge über eine beachtliche Anlageerfahrung. Dies ließ das Gericht nicht gelten. Maßgeblich sei nur die Risikobereitschaft der Kundin für die aktuell anstehende Investitionsentscheidung.

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