Dieter Aengenheister, Chef der Pleite gegangenen Ango-Gruppe, muss einem Anleger 4 600 Euro Schadenersatz plus Zinsen zahlen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth hervor (Az. 3 S 6964/01, rechtskräftig).

Dem Anleger war noch Ende April 1998 eine Beteiligung am Ango-Käufer-Service vermittelt worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen bereits die Rückabwicklung aller typisch stillen Beteiligungsverträge angeordnet.

Aengenheister sei klar gewesen, dass er der Anordnung der Aufsicht nicht folgen konnte, weil seine Firmen nicht genug Geld flüssig hatten, um es den Anlegern zurückzuzahlen. Er habe gewusst, dass er deshalb wegen Zahlungsunfähigkeit Konkurs anmelden muss, urteilte das Gericht.

Wäre der Anleger über diesen Sachverhalt informiert worden, hätte er den Beteiligungsvertrag nicht abgeschlossen. Aengenheister habe damit den Tatbestand des Kapitalanlagebetrugs erfüllt, urteilten die Richter.

Wie berichtet, wirbt Aengenheister ­inzwischen für Beteiligungen an der Optimal-Firmengruppe in Bad Iburg. ­Finanztest hält auch dieses Konzept für völlig unrealistisch.

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