Recht und Hilfe: Das sollten Angehörige wissen

Ärzte müssen schweigen. Ist der psychisch Erkrankte voll­jährig, dürfen die Ärzte den Angehörigen ohne die Zustimmung des Kranken keine Auskunft über sein Befinden und seine Behand­lung geben. Sie können aber allgemein über die Erkrankung und Therapie­optionen informieren.

Voll­macht kann helfen. Ist der Erkrankte nicht mehr in der Lage, sich um recht­liche Dinge zu kümmern, prüft ein Gericht, ob ein gesetzlicher Betreuer bestellt werden muss. Ausnahme: Der Erkrankte hat vorgesorgt und einem Angehörigen eine Voll­macht ausstellt. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Special: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung - Wie Sie rechtzeitig Klarheit schaffen. Oder im Buch Patientenverfügung.

Versicherung zahlt Betreuungs­geld. Menschen mit stark einge­schränkter Alltags­kompetenz können bei der Pflege­versicherung Betreuungs­geld beantragen, auch wenn sie nicht körperlich einge­schränkt sind (Pfle­gestufe null). So lässt sich zumindest stunden­weise eine Betreuung bezahlen.

Fach­verband berät Betroffene. Der Bundes­verband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) bietet kostenlose Beratung an. Sie ist unter Telefon 02 28/71 00 24 24 oder per Mail erreich­bar: seelefon@psychiatrie.de. Weitere Informationen zu Hilfs­angeboten in Ihrer Nähe auf www.bapk.de.

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