Kurz­zeit­pflege: Zeit­weise im Heim

  • Situation. Der Pflegende möchte in den Urlaub und den Pflegebedürftigen für die Zeit rundum versorgt wissen. Oder nach einem Kranken­haus­auf­enthalt wird Pflege nötig, sie muss aber erst organisiert werden.
  • Lösung. Pflegebedürftige können zur Kurz­zeit­pflege in ein Heim oder eine andere Einrichtung, die Kurz­zeit­pfle­geplätze anbietet, wenn sie vorüber­gehend zuhause nicht versorgt werden können.
  • Anspruch. Die Pflegekasse bewil­ligt Kurz­zeit­pflege für 28 Tage im Jahr. Sie kann auf 56 Tage, also acht Wochen im Jahr, verlängert werden, wenn der Anspruch auf Verhinderungspflege nicht aufgebraucht wurde. Der Gepflegte muss in eine Pfle­gestufe einge­stuft sein oder wird gerade einge­stuft.
  • Selbst­kosten. Die Kasse über­nimmt nur die Pflege­kosten. Andere Kosten, wie solche für Unterkunft und Verpflegung, muss jeder selbst zahlen. Das gilt für die Kurz­zeit­pflege genauso wie für die Dauer­pflege im Heim. Dafür genutzt werden können die „zusätzlichen Betreuungs­leistungen“ in Höhe von 104 Euro im Monat (208 Euro für Versicherte mit ausgeprägter Demenz).
  • Wege­kosten. Auch für die Fahrt­kosten mit einem Taxi oder einem Kranken­trans­port zur Kurz­zeit­pflege können Pflegebedürftige die „zusätzlichen Betreuungs­leistungen“ der Pflegekasse nutzen. Die Quittung reichen sie bei der Kasse ein.
  • Pflegegeld. Wenn sonst nahe Angehörige pflegen, zahlt die Kasse in den Tagen der Kurz­zeit­pflege weiterhin das Pflegegeld: den vollen Satz für den ersten und letzten Tag in der Kurz­zeit­pflege und die Hälfte für die dazwischenliegenden Tage.
  • Antrag. Die Abwick­lung vom Antrag bis zur Abrechnung mit der Kasse über­nimmt die Pfle­geeinrichtung.

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