Wenn ein Verkäufer etwas bei ebay einstellt, muss die Angebotsbeschreibung stimmen. Sie ist nicht einfach Werbung, sondern Teil des Kaufvertrags. Deshalb bekam vorm Berliner Kammergericht ein Kunde recht, der ein Auto als „scheckheftgepflegt“ ersteigert hatte. Beim Abholen hatte er einen Kaufvertrag unterschrieben, in dem davon aber keine Rede mehr war. Dieser nachträgliche Vertrag ist unwirksam, so das Gericht. Denn der eigentliche Kaufvertrag kam bereits auf ebay zustande — zu den Bedingungen, die dort standen. Der Verkäufer hatte argumentiert, „scheckheftgepflegt“ als Werbung gemeint zu haben. Er muss den Pkw wegen arglistiger Täuschung zurücknehmen (Az. 7 U 179/10).

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