Android-Benach­richtigungen Schluss mit nervigen Handy-Meldungen

Android-Benach­richtigungen - Schluss mit nervigen Handy-Meldungen
© iStock / franckreporter

Wetter, Verkehr, Hotel­empfehlungen, Witze erzählen: Wo eigentlich über entgangene Anrufe oder neue Mails und SMS informiert werden soll, nervt Google auf Android-Handys mit unerwünschten Benach­richtigungen. test.de zeigt, wie Sie die aufdringlichen Nach­richten abschalten.

Informations­wert zweifelhaft

Heute ist Donners­tag, es ist 12 Grad, 2 Grad wärmer als am Mitt­woch. In der Nähe gibt es ein Hotel. Die Verkehrs­lage ist ruhig. Bewerte das Restaurant, in dem Du sitzt. Lade ein Foto hoch. In der Nähe ist ein U-Bahnhof – hier sind Infos zum Fahr­plan. Google Assistant möchte Dir einen Witz erzählen.

Wer ein Handy mit aktuellem Android-System nutzt, erhält in letzter Zeit womöglich häufiger solche Nach­richten mit zweifelhaftem Informations­wert. Sie tauchen oben im Bild­schirm unter den Benach­richtigungen auf. Diese sollen eigentlich dazu dienen, über neue SMS, Mails oder entgangene Anrufe zu informieren. Viele Handy-Nutzer finden das nervig.

Google will informieren – und noch mehr wissen

Zwei wichtige Verursacher der Benach­richtigungs­schwemme sind Google-Dienste: die Navigations-App Google Maps und der Google Assistant. Auch andere Apps nerven zuweilen mit unerwünschten Nach­richten, doch diese beiden sind zuletzt als besonders penetrant aufgefallen. Ihre Nerv­nach­richten gehen in zwei Stoß­richtungen: Zum einen will Google Infos loswerden – zum Wetter, zur Verkehrs­lage, zu Hotels und Gast­stätten. Zum anderen sollen Nutzer dazu animiert werden, Googles Wissens­schatz noch zu vergrößern: Die Nutzer sollen Restaurants rezensieren und Fotos von Sehens­würdig­keiten oder andere Infos hoch­laden – und damit zu Agenten von Googles Wissens­drang werden.

Tipp: Wir testen laufend Handys zu den Smartphone-Tests.

Viele Wege führen zu mehr Ruhe

Zum Glück kann man die nervigen Nach­richten abschalten. Wie so oft bei Android führen unterschiedliche Wege zum Ziel. Und einige davon sind etwas verschlungen. Am Beispiel eines aktuellen Mittel­klasse-Handys vom Markt­führer Samsung zeigen wir Schritt für Schritt die wichtigsten Methoden, für etwas mehr Ruhe in der Benach­richtigungs­leiste zu sorgen. Je nach Android-Version und Handy können Menüstruktur und -bezeichnungen etwas variieren. Aber prinzipiell sollten die geschilderten Schritte auf alle aktuellen Android-Handys anwend­bar sein.

Benach­richtigungen im App-Menü abschalten

Wer bestimmten Apps komplett verbieten will, Benach­richtigungen auf den Schirm zu zaubern, erreicht dies über das Einstell­menü des Handys. Differenzierter geht es oft übers Einstell­menü der jeweiligen App. Klicken Sie sich einfach durch unsere Bildergalerie.

Um einer App die Möglich­keit zu nehmen, App-Benach­richtigungen aufzurufen, muss der Nutzer zunächst das Einstellungs­menü des Handys öffnen. Das ruft man entweder über die App „Einstel­lungen“ auf, oder indem man oben im Bild­schirm die Schnell­einstel­lungen herunter­zieht und auf das Zahnrad-Symbol tippt. Hier gibt es dann unterschiedliche Wege, die je nach Android-Version und Handy-Anbieter auch noch variieren können. Ein Weg: Die Rubrik „Apps“ oder „Anwendungen“ antippen, die gewünschte App auswählen, unter deren Einstel­lungen den Eintrag „Benach­richtigungen“ antippen und „Benach­richtigungen zulassen“ abschalten.

Bildergalerie: So schalten Sie Benach­richtigungen im App-Menü ab

Benach­richtigungen im Benach­richtigungs-Menü abschalten

Ein alternativer Weg, die Benach­richtigungen bestimmter Apps komplett abzu­schalten, geht ebenfalls über das Einstellungs­menü des Handys und dort dann über die Rubrik „Benach­richtigungen“. Je nach verwendetem Handy muss der Nutzer hier womöglich noch ein weiteres Untermenü namens „App-Benach­richtigungen“ aufrufen. Oder er kann schon direkt im “Benach­richtigungen“-Menü jeder installierten App Benach­richtigungen erlauben oder verbieten. Das Ergebnis ist das gleiche: Die jeweilige Apps hat keinen Zugriff mehr auf die Benach­richtigungs­leiste oben im Bild­schirm.

Bildergalerie: So schalten Sie Nach­richten im Benach­richtigungs-Menü ab

Differenziertere Einstel­lungen inner­halb der App

Differenzierter geht es oft über das Einstell­menü der jeweiligen App. In Google Maps wählt man zum Beispiel zunächst oben links in der Eingabeleiste das Menü. Dort die „Einstel­lungen“ aufrufen, dann „Benach­richtigungen“ antippen. Hier lässt sich genauer fest­legen, welche Nach­richten man von Maps erhalten will und welche nicht. So mögen manche die Infos zum Verkehr ja interes­sant finden, die diversen Optionen zum Thema „Eigene Beiträge“ werden die meisten aber wohl abschalten wollen.

Bildergalerie: So nutzen Sie differenzierte App-Einstel­lungen

Google Assistant abschalten

Der Google Assistant ist ein Sonderfall: Er ist keine App, sondern bei vielen Handys mit aktuellem Android weit tiefer ins System integriert. Nicht jeder will ihn nutzen. Es gibt zwei Möglich­keiten, ihn abzu­schalten. Der eine Weg führt über das Einstell­menü des Assistants: Zunächst den Google Assistant durch langen Druck auf die Home-Taste starten, dann rechts oben durch Tippen auf die drei Punkte das Menü öffnen. Hier die „Einstel­lungen“ und dann unter „Geräte“ den Eintrag „Smartphone“ öffnen. Dort lässt sich der Google Assistant abschalten. Danach startet nach langem Druck auf die Home-Taste nicht mehr der Assistant, sondern die normale Google-Suche – und ein Fenster, das anbietet, den Assistant wieder zu akti­vieren.

Bildergalerie: So schalten Sie Google Assistant ab

Android ganz ohne Assistenten-Dienst nutzen

Noch gründlicher lässt sich der Assistenz­dienst über das Einstellungs­menü des Handys deaktivieren. Hier zunächst wieder das „Apps“-Menü aufrufen. Dort über die drei Punkte rechts oben das erweiterte Menü und darin den Eintrag „Stan­dard-Apps“ aufrufen. Hier den Eintrag „Geräte­assistenz-App“ und dann noch einmal „Geräte­assistenz-App“ öffnen und in der Liste den Eintrag „ohne“ auswählen. Dann ist der Google-Assistent komplett abge­schaltet.

Bildergalerie: So nutzen Sie Android ohne Assistenz-Dienste

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3 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Friesenjunge am 03.12.2017 um 10:02 Uhr
wie naiv....

usee: das betrifft aber nicht Werbung per Post (man muss schon genau lesen) - das habe ich auch schon einmal persönlich feststellen können....

usee am 02.12.2017 um 20:26 Uhr
Wer lesen kann..

ist klar im Vorteil:
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Einen schönen Abend

H.Tapk am 02.12.2017 um 15:28 Uhr
Genau so

Genau so nervig sind die dauernden Hinweise zur Adventsverlosung von Stiftung Warentest. Diese Verlosung dient lediglich zur Datensammlung für Werbezwecke. So geldgierig wie diese Stiftung ist, besteht sogar der Verdacht, dass die Daten zu Geld gemacht werden.