Andasa Cashback über Kreditkarte – lohnt sich das?

Andasa - Cashback über Kreditkarte – lohnt sich das?
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Das Cashback-Portal Andasa koope­riert mit rund 4 000 Onlineshops. Andasa-Nutzer bekommen bei Einkäufen in diesen Shops einen Teil des Waren­werts als Rabatt („Cashback“). Seit Kurzem kann man mit der Andasa-Kreditkarte nun auch kontaktlos bezahlen – dank eines sogenannten NFC-Chips in der Karte. Für jeden Einkauf mit der Kreditkarte bekommen Andasa Nutzer eine Vergütung. Finanztest hat sich das Angebot angesehen und sagt, was davon zu halten ist.

Gutschriften für Einkäufe mit der Kreditkarte

Wer bei einem der rund 4 000 Onlineshops einkauft, mit denen Andasa zusammen­arbeitet, bekommt in der Regel 1,68 Prozent des Waren­werts erstattet, in wenigen Fällen auch mehr. Bei unserem jüngsten Test von Cashback-Portalen gehörte Andasa damit zu den schlechteren Anbietern. In Zusammen­arbeit mit der Advanzia Bank bietet Andasa auch eine Kreditkarte an. Jeder Einkauf mit dieser Karte – egal, ob im Laden oder im Internet und auch bei anderen Shops als den üblichen Andasa-Part­nern – bringt dem Karten­inhaber eine Gutschrift von 0,25 Prozent des Nettowaren­werts, die auf seinem Cashback-Account landet.

Kontaktloses Bezahlen per Kreditkarte keine Neuheit

Ein in der Karte integrierter NFC-Chip ermöglicht es Nutzern, kontaktlos zu bezahlen. Das heißt, sie stecken ihre Karte nicht mehr in das Lesegerät an der Kasse, sondern halten sie nur noch an das Terminal. Im Regelfall können Nutzer bei Einkäufen bis 25 Euro auf die Eingabe ihrer Pin verzichten. Das beschleunigt den Bezahl­vorgang. Kontaktloses Bezahlen ist bei Kreditkarten aber keine Besonderheit mehr. Fast alle am Markt erhältlichen Karten bieten diese Funk­tion bereits an.

Nachteil 1: Karten­inhaber müssen Rechnungs­betrag über­weisen

Die Andasa-Kreditkarte ist eine Mastercard ohne Jahres­gebühr. Über die getätigten Umsätze erhält der Karten­inhaber eine Rechnung. Für deren Begleichung muss er selbst sorgen – der Einzug des Rechnungs­betrags von einem Giro­konto ist nicht möglich, selbst wenn der Kunde ein Konto bei der Advanzia Bank hat. Versäumt es der Karten­inhaber, das Geld im vorgegebenen Zeitraum zu über­weisen, fallen Zinsen von rund 20 Prozent pro Jahr an – weit­aus mehr als bei anderen Kreditkarten auf dem Markt.

Nachteil 2: Abhebungen am Auto­maten nur scheinbar kostenlos

Einkäufe mit der Kreditkarte sind im In- und Ausland gebührenfrei. Am Auto­maten heben Karten­inhaber welt­weit Bargeld kostenlos ab – jedenfalls auf den ersten Blick. Doch indirekt kosten die Abhebungen doch: Denn bis zu dem Tag, an dem der Betrag ausgeglichen wird, zahlt der Karten­besitzer Zinsen für den Kredit. Ausführ­lich haben wir die Kreditkartenbedingungen in unserem Test von Standard-Kreditkarten betrachtet.

Nachteil 3: Geld gibt es nur bei hohem Jahres­umsatz zurück

Andasa zahlt das Guthaben auf dem Cashback-Konto erst aus, wenn der Nutzer mindestens 30 Euro angespart hat. Ein durch­schnitt­licher Kreditkarten­kunde setzt rund 3 000 Euro im Jahr um. In diesem Fall würde Andasa lediglich 6 Euro gutschreiben. Ein Karten­inhaber müsste 15 000 Euro umsetzen, bis er die 30-Euro-Marke erreicht hätte. Wer sich also nur auf die Kreditkarte von Andasa verlässt und nicht auch noch das etwas höhere Geld-zurück-Angebot in den Online-Part­nershops nutzt, wartet lange, bis er an sein Geld kommt.

Fazit: Es gibt bessere Cashback-Portale – und bessere Kreditkarten

Verbraucher sollten sich vom Geld-zurück-Versprechen nicht täuschen lassen – andere Anbieter vergüten Einkäufe zu besseren Konditionen wie unser Test von Cashback-Portalen zeigt. Auch wer mit seiner Kreditkarte kontaktlos bezahlen will, ist nicht auf die Mastercard von Andasa angewiesen. Ohnehin sind Kreditkarten vorzuziehen, bei denen der Abrechnungs­betrag auto­matisch von einem Giro­konto einge­zogen wird. So entgeht der Kreditkarten­inhaber dem Risiko, bei verspäteter Über­weisung in die Zins­falle zu tappen. Mit 20 Prozent sind die Zinsen bei Andasa zudem horrend hoch. Das Angebot ist somit nur für Verbraucher interes­sant, die das Cashback-Portal Andasa intensiv nutzen und die Vorteile von Online-Cashback und Cashback per Kreditkarte kombinieren möchten.

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5 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Profilbild Stiftung_Warentest am 25.01.2019 um 11:46 Uhr
Äußerst positive Erfahrungen

@DieSeychellen: Deutlich höheres Cashback zahlen Anbieter wie Shoop oder Getmore (https://www.test.de/Cashback-Seiten-Von-CA-bis-Zooplus-diese-Rabatte-sind-drin-5319051-0/ ).
Andasa ist eines der Cashback-Portale, die eine eher geringe Rückvergütung leisten. Bei der Advanzia-Kreditkarte sollte der Kunde darauf achten, dass er die Rechnung immer pünktlich ausgleicht, das ist aufwändiger als ein Lastschriftausgleich. Zudem kann der Kunde die entstehenden Zinszahlungen bei Bargeldabhebungen nicht vermeiden. Sehr gute Kreditkarten-Angebote finden Sie hier: https://www.test.de/Kreditkarten-im-Vergleich-5238561-0/. (AK)

DieSeychellen am 12.01.2019 um 16:50 Uhr
Äußerst positive Erfahrungen

Ich bin seit vielen Jahren begeisterter Nutzer der Advanzia MasterCard Gold sowie von Andasa. Letztes Jahr habe ich beide zusammengebracht und die Andasa MasterCard Gold beantragt. Seitdem ich Kunde von Andasa bin, habe ich insgesamt 410 € an Cashback erhalten, mehr als bei Payback, wo ich noch länger registriert bin. Andasa bietet eine Vielzahl von Onlineshops an, für die Cashback vergütet wird. Wenn man dann auch noch mit der Andasa-Kreditkarte zahlt, erhält man weiteres Cashback.
Einmal im Monat erhält man die Rechnung, die man innerhalb der folgenden zwei Wochen vollständig begleichen sollte. Ansonsten werden happige Kreditzinsen fällig. Wie sonst soll eine Bank in Zeiten der Niedrigzinsen etwas verdienen? Andere Kreditinstitute verlangen hohe Jahresgebühren für Kreditkarten und immer mehr bisher kostenlose Girokonten werden gebührenpflichtig. Wer diszipliniert genug in seinen Finanzen ist, bekommt folgende unschlagbare Vorteile mit der Andasa-Kreditkarte.

s-kip am 26.06.2018 um 19:49 Uhr
halsbandschnaepper

Wenn es Ihnen an der Disziplin fehlt, einmal monatlich pünktlich eine Rechnung zu begleichen, ist die Karte für Sie natürlich nicht geeignet. Ich komme seit Jahren mit einer Mastercard der advanzia - deren Kreditkarten unter verschiedenem Namen haben alle die gleichen Bedingungen - hervorragend zurecht, und die Karte hat mir schon Unmengen an Auslandseinsatzentgelt erspart. Für Vielreisende als Zweitkarte, z.B. zu einer DKB Visa, hervorragend geeignet, aber auch für Kunden von Filialbanken, die häufig für Kreditkarten freche Jahresgebühren kassieren. Jeder muss eben für sich entscheiden, was einem die kleine Mühe einer Überweisung wert ist.

halsbandschnaepper am 22.06.2018 um 05:30 Uhr
So ein Quatsch...

"wenn man diszipliniert 100% des Rechnungsbetrags pünktlich überweist."
So ein Quatsch. Dafür sollte man noch Geld bekommen. Zeit ist schließlich auch Geld und dann muss man immer noch dran denken. Und das in Zeiten in denen es Bankeinzug gibt, was ganz neues. Diese Idee mit dem Überweisen ohne Möglichkeit des Einzugs ist nur geschaffen worden um die Leute abzuzocken...

s-kip am 12.06.2018 um 18:31 Uhr
Als Kreditkarte durchaus brauchbar

Cash Back ist hier sicher unattraktiv. Die Kreditkarte ist trotzdem brauchbar, wenn man diszipliniert 100% des Rechnungsbetrags pünktlich überweist. Es gibt keine Jahresgebühr und insbesondere fällt kein Auslandseinsatzentgelt an. Die kritisierten Zinsen für die Bargeldabhebung relativeren sich beim Nachrechnen. Für eine Bargeldabhebung von 250 EUR, die man nach genau 4 Wochen zurückzahlt, fallen 4,53 EUR Zinsen an. Da ist manche EC- Karte am Fremdautomaten teurer. Erst recht im Ausland, wenn vielleicht noch eine fremde Währung ins Spiel kommt.