Ambulante Scherenschleifer Meldung

Stumpfe Scheren und Messer sollte man niemals Schleifern anvertrauen, die ihre Dienste an der Haustür anbieten.

Fachhandel und Kriminalpolizei warnen einmütig, dass die Preise ambulanter Scherenschleifer zu hoch sind und dass die Arbeit nicht fachgerecht ausgeführt wird. Vor allem ältere Menschen, die das scheinbar günstige und bequeme Angebot lockt, werden häufig zu Opfern dieser fahrenden „Gesellen“.

Geworben wird zum Beispiel mit einem „Sonderangebot“ von 30 Cent. Doch bei der Rückgabe stellt sich heraus: Dieser Preis galt pro Zentimeter und pro Schleiffläche. Oft heißt es auch, man habe leider mehrmals schleifen müssen. Wehrt sich der Kunde gegen die hohen Preise, kann der Gesprächston schnell unangenehm oder sogar bedrohlich werden. Hinterlassen fliegende Händler Visitenkarten beim Kunden, dann stimmen die Adressen nur selten, Reklamationen laufen also ins Leere.

Das Schleifen ohne Kühlung auf den kleinen, im Auto untergebrachten Maschinen lässt die Klingen zu heiß und dadurch weich werden. Damit sind sie zumeist verdorben, denn Stahl kann nicht nachgehärtet werden. Von einer oft angebotenen „Kobalthärtung“ halten Experten gar nichts.

Fachbetriebe erledigen einen Nachschliff oft erst nach mehreren Tagen, weil sie ihre großen Maschinen wirtschaftlich auslasten müssen. Dafür sind dort geschliffene Messer und Scheren häufig schärfer als im Neuzustand. Für den professionellen Schliff eines Tafelmessers bezahlt man etwa vier Euro, für den einer Haushaltsschere je nach Größe und Aufwand fünf bis zwölf Euro.

Tipp: Wer selbst ans Werk gehen möchte, sollte beim „Abziehen“ mit dem Wetzstein mit Wasser kühlen oder Öl verwenden. Das Wetzen mit Stahl erfolgt jedoch trocken.

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