Amalgamfüllungern Entfernen meist unnötig

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Mediziner geben Entwarnung: Sie fanden keine Belege, dass Amalgamfüllungen gesundheitsschädlich sind.

Das Problem: Patienten mit Zahnfüllungen aus Amalgam konfrontieren seit Jahren Zahnärzte und Ärzte mit Beschwerden, die sie auf das Amalgam zurückführen. Doch Wissenschaftler vom Zentrum für naturheilkundliche Forschung der TU München gaben jetzt Entwarnung: Sie fanden keine Belege, dass die quecksilberhaltigen Zahnfüllungen gesundheitsschädlich sind. Zwölf Jahre lang hatten die Wissenschaftler gemeinsam mit Zahnmedizinern und Toxikologen in einer großangelegten Amalgam-studie mögliche Auswirkungen erforscht.

Symptome: Die anorganischen Quecksilberwerte in Blut und Urin steigen je nach Anzahl der Amalgamfüllungen durchaus an. Doch bei einer Befragung von 5 000 Patienten fanden die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Amalgamfüllungen und bestimmten Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen oder Depressionen. Insgesamt nannten Patienten mehr als 300 verschiedene Krankheitssymptome.

Behandlung: Im Rahmen der Studie wurden erstmals die Auswirkungen einer Amalgamentfernung untersucht. Das Ergebnis: Die Entfernung von Füllungen ist meist unnötig. Patienten, die glaubten, an einer Amalgamkrankheit zu leiden, fühlten sich nach der Sanierung ihrer Zähne zwar besser. Doch ein mehrmonatiges Gesundheitstraining mit Fitness- und Entspannungsübungen und einer Ernährungsumstellung führte bei einer Vergleichsgruppe von Patienten ebenfalls zur Linderung der Beschwerden, ohne dass die seit Jahren umstrittenen Amalgamfüllungen aus den Zähnen entfernt worden waren.

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