Die Krankheit

Schon 1907 entdeckte der Nervenarzt Alois Alzheimer im Gehirn seiner verstorbenen Patientin Auguste Deter ungewöhnliche Eiweißablagerungen. Heute wissen die Mediziner, dass diese Plaque aus Beta-Amyloid-Proteinen im Rahmen des Gehirnstoffwechsels entsteht, bei Alzheimer-Patienten allerdings im Übermaß. Innerhalb der Zellen bilden sich zudem Bündel aus so genannten Tau-Fibrillen. Beides zusammen führt dazu, dass die Synapsen ­ die Schaltstellen zwischen den Gehirnzellen ­ nicht mehr funktionieren und die Nervenzellen absterben. Damit wird immer weniger von dem Botenstoff Azetylcholin produziert. Die Prozesse beginnen in der Hirnrinde, dem Sitz des Kurzzeitgedächtnisses und der Aufmerksamkeit. So verliert der Betroffene nach und nach seine geistigen Fähigkeiten. Bis zur Endphase der Krankheit wird die Hälfte der ursprünglich 100 Millionen Nervenzellen zerstört. Die eigentlichen Ursachen der veränderten Gehirnvorgänge sind noch nicht bekannt.

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