Die Therapie

Die Alzheimerkrankheit ist bisher noch nicht heilbar, aber ihre Symptome können mit so genannten Antidementiva vorübergehend abgemildert und ihr Fortschreiten kann verlangsamt werden. Unter anderem werden Mittel eingesetzt, die den Nervenbotenstoff Acetylcholin anreichern oder seinen Abbau verzögern (AchE-Hemmer). Der Wirkstoff Memantin soll den Untergang von Hirnzellen verhindern. Manche Ärzte verordnen auch Gingko-Präparate, obwohl ihr Nutzen nicht gesichert ist. Andere Medikamente können zur Behandlung der häufig auftretenden Depressionen, Schlafstörungen oder Ruhelosigkeit gegeben werden.

In der Entwicklung befindet sich ein Impfstoff gegen die Plaque- und Knäuelbildung im Gehirn. Nach erfolgreichen Tierversuchen sind jetzt erste klinische Tests mit Alzheimerkranken angelaufen ­ inzwischen gibt es jedoch Berichte über Hirnhautentzündungen mehrerer Studienteilnehmer.

Die Behandlung mit Arzneimitteln ist nur ein Teil der Therapie. Es ist wichtig, zum Beispiel mit Bewegungs- und Hirnleistungstherapien dafür zu sorgen, dass die restlichen funktionstüchtigen Nervenzellen der Patienten so gut wie möglich genutzt und gefördert werden.

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