Altverträge Meldung

Der Start in die Riester-Rente wird auch mit schon länger laufenden privaten Rentenversicherungen möglich sein ­ wenn sie die Förderkriterien erfüllen. Stellt der Versicherer im nächsten Jahr den Vertrag auf die Riester-Förderung um, ändern sich allerdings die Steuervorteile.

Nur die Rente, die bis zur Umstellung angespart ist, können Versicherte später größtenteils steuerfrei kassieren. Wie viel ohne Abzüge bleibt, hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab. Erhalten Versicherte die erste Auszahlung mit 65, sind von der Rente nach heutigen Sätzen nur 27 Prozent steuerpflichtig. Die Rente, die ab 2002 angespart wird, muss dagegen später voll beim Finanzamt abgerechnet werden. Das ist der Preis für die Riester-Förderung, die es ab 2002 vom Staat gibt.

Versicherte erhalten nicht nur Zulagen als Riester-Förderung. Sie können das Geld vom Staat und ihre eigenen Versicherungsbeiträge auch über die Steuererklärung vollständig als Sonderausgaben absetzen. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, erhalten sie die Differenz als Gutschrift.

Auch Beiträge zu nicht von Riester geförderten Rentenversicherungen sind Sonderausgaben. Doch wegen der bei diesen Vorsorgeausgaben gültigen Höchstbeträge können viele mit ihren Versicherungsbeiträgen zurzeit keine Steuern sparen.

Tipp: Wenn es die Finanzen erlauben, ist ein komplett neu abgeschlossener Riester-Vertrag meist die bessere Alternative. Denn müssen Altverträge für die Riester-Förderung umgestellt werden, kostet das oft extra.

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