Steuern: Das Finanz­amt greift immer zu

Fonds­sparpläne

Auf Zinsen und Dividenden müssen Anleger Abgeltung­steuer zahlen. Sie beträgt 25 Prozent, mit Solidaritäts­zuschlag sind es 26,375 Prozent. Wer einen geringeren Einkommensteu­ersatz hat, kann sich zu viel gezahlte Steuer zurück­holen. Auch auf Kurs­gewinne bei Verkauf fällt Abgeltung­steuer an. Das gilt aber nur, wenn der Anleger die Fonds erst ab dem 1. Januar 2009 gekauft hat. Für ältere Bestände sind Kurs­gewinne beim Verkauf steuerfrei.

Fonds­policen

Auf Zinsen und Dividenden fällt während der Lauf­zeit keine Steuer an. Das Finanz­amt zieht sämtliche Steuern erst bei Fälligkeit der Police ab, wenn der Versicherte sich das Geld auszahlen lässt. Steuer­pflichtig ist die Hälfte der Erträge. Die Höhe der Erträge ermittelt man, indem man von der Auszahlung die Einzahlungen abzieht.Es gilt der persönliche Steu­ersatz. Wir rechnen mit dem Grenz­steu­ersatz, dem Satz, mit dem jeder zusätzlich verdiente Euro versteuert werden muss. Voraus­setzung für den Vorteil der halben Besteuerung ist, dass der Vertrag mindestens zwölf Jahre gelaufen und der Versicherte bei Fälligkeit mindestens 60 Jahre alt ist. Sonst gilt die Abgeltung­steuer.

Fonds­policen, die vor dem 1. Januar 2005 abge­schlossen wurden, sind nach zwölf Jahren immer steuerfrei.

Policen sind flexibel: Der Kunde kann sich das Geld voll oder zum Teil auszahlen oder es verrenten lassen. Lässt er es verrenten, muss er noch weniger Steuern zahlen. Von der monatlichen Rente wird nur der Ertrags­anteil besteuert. Dieser steuer­pflichtige Anteil hängt vom Renten­eintritts­alter ab und beträgt bei 67 Jahren 17 Prozent. 83 Prozent bleiben steuerfrei.

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