Der Spätzünder spart ab Mitte Fünf­zig

Alters­vorsorge mit Fonds Test

„Wirds denn reichen?“ Der Spätzünder hat zwar schon einiges an Geld gespart, die Riester-Förderung hat er ebenfalls mitgenommen, doch ein wenig mehr wäre schön. Er verdient gut und will seinen Lebens­stan­dard halten. Jetzt legt er den Turbo ein.

Start: mit 55 Jahren
Lauf­zeit: 12 Jahre
Monats­beitrag: 250 Euro
Steu­ersatz: 35 Prozent
Steuerfrei­betrag: ausgeschöpft

Anlageidee. Der Spätzünder will sich gute Aktienfonds aussuchen und geht davon aus, dass er sein Geld zunächst acht Jahre liegen lässt. Vier Jahre vor Ende will er sein Geld nach und nach in Rentenfonds schichten, jedes Jahr ein Viertel. Er hat sich schon erkundigt: Die Fonds würde er bei einer Direkt­bank kaufen. Dort müsste er für die verschiedenen Sparpläne im Schnitt 1 Prozent Ausgabe­aufschlag zahlen. Das Depot selbst wäre kostenlos. Er rechnet mit einer Rendite von 6 Prozent pro Jahr.

Vergleich. Die teure Fonds­police der Skandia kann den Fonds­sparplan nicht schlagen. Die Ablauf­leistung liegt 1 400 Euro unter der des Sparplans. Dagegen rechnen sich die güns­tigen Policen der Interrisk und der Hanno­versche Leben nach rund drei Viertel der Lauf­zeit. Zum Schluss bringen sie rund 2 000 Euro mehr als der Sparplan. Die Condor mit dem Tarif 778 Comfort F liegt mit dem Sparplan gleich­auf.

Alternativ­rechnung. Der Spätzünder möchte sicher­heits­halber wissen, ob sich die Police auch lohnt, wenn sich seine Fonds schlechter entwickeln als erwartet. Es bietet sich ein ähnliches Bild. Auch bei einer jähr­lichen Rendite von 3 Prozent liegen die güns­tigen Anbieter vorn, aber nur noch knapp.

Fazit: Der Spätzünder entschließt sich für eine Police. Die Lauf­zeit hält er für über­schaubar. Außerdem gefällt ihm, dass er sich das Geld mit 67 Jahren entweder auszahlen, es verrenten oder es steuergünstig in den Fonds liegen lassen kann.

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